Palatinus GmbH

Die Palatinus GmbH war ein 1957 gegründetes Schweizer Handelsunternehmen mit Sitz in Herrliberg.[1] Zu DDR-Zeiten verkaufte sie von ihrem damaligen Sitz in Zürich per Katalog Geschenke für Bürger der DDR.[2] Ähnlich wie über die Jauerfood AG in Dänemark konnten über Palatinus gegen Westwährung Konsumgüter an DDR-Bürger geschenkt werden. Im Gegensatz zur Jauerfood AG weitete die Palatinus GmbH die angebotene Produktpalette jedoch im Laufe der Jahre zu einem vollständigen Versandhausangebot aus. Die Transaktionen wurden von der Genex abgewickelt, deren Vertragsfirma Palatinus war. Bereits 1968 wurden über die Unternehmen Jauerfood und Palatinus die meisten Transaktionen für Genex abgewickelt.[3] 1990 wurde der letzte Genex-Katalog herausgegeben.[4] Das Unternehmen wurde im Jahre 2010 liquidiert.

Gemäß Eintrag im Handelsregister des Kantons Zürich wurde die Liquidation der Gesellschaft im Januar 2016 widerrufen.

Genex-Katalog von 1986, unten mit Aufdruck des Firmenlogos der Palatinus GmbH
Von Rechteinhaber: Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben. Der ursprünglich hochladende Benutzer war Stefan Kühn in der Wikipedia auf Deutsch – Genex. Originally uploaded to the German Wikipedia, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5560915

Entnommen Wikipedia, bearbeitet von Petra Reichel

Interessanter Beitrag zum Thema vom Schweizer Radiosender SRF

Zum Schmunzeln – keine Aufklärung

Unter dem Titel „Echte deutsche Werte“ greift DER SPIEGEL in der Rubrik „Eine Meldung und Ihre Geschichte“ anhand eines persönlichen Schicksals das Thema Leiharbeit auf.

Der Artikel soll zum Schmunzeln sein. Doch der Sohn türkischer Arbeitsmigranten, die einstmals für die Arbeit in der alten BRD angeworben wurden, ist verzweifelt.

Reguläre Arbeitsstellen werden abgebaut und es gibt nur noch Leiharbeit.

entnommen aus DER SPIEGEL 46/12.11.2022

Alles mögliche versucht der Betroffene, um wieder einen regulären Arbeitsplatz zu bekommen. So u.a. Eine Anzeige auf EBAY, wo er einen Metalldetektor im Tausch gegen einen festen Arbeitsplatz anbietet.

Bild entnommen aus DER SPIEGEL 46/12.11.2022

Bei all den sinnlosen Versuchen kommt der Betroffene nicht auf die Idee, dass es der Kapitalismus ist, der nach seinem Sieg, seit 1990 die Arbeitswelt verschlechtert. Früher musste die BRD das „Schaufenster“ für die DDR und Osteuropa sein. Darum machte der Kapitalismus Zugeständnisse. Nun ist das „Schaufenster“ weggefallen und die „Auslagen“ können ausgeräumt werden.

DER SPIEGEL hat als Systemblatt kein Interesse daran den Betroffenen und seine Leserinnen und Leser über die wahren Zustände der heutigen Arbeitswelt in Deutschland aufzuklären. Dass es einstmals in der DDR eine bessere Arbeitswelt gab, soll auf keinen Fall der Nachwelt bekanntgemacht werden.

Man soll allenfalls mal etwas schmunzeln.

Artikel aus DER SPIEGEL 46/12.11.2022

Der SPIEGEL-Artikel steht als PDF-Datei zu Verfügung.