Kalenderblatt Januar 2023

14.01.2023 Rosa-Luxemburg-Konferenz

siehe Artikel in „Junge Welt“

Bild entnommen aus „Junge Welt“ https://www.jungewelt.de/rlk/

15.01.1919 Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg ermordet

15.01.2023 Luxemburg-Liebknecht-Demo

30.01.1933 Machtübernahme der Faschisten in Deutschland

Fackelzug der faschistischen Sturm-Abteilungen(SA) anlässlich der Machtübernahme durch die Hitlerregierung am 30. Januar 1933
Bildquelle: Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

Die Schnelle Medizinische Hilfe (SMH) der DDR

Gastbeitrag von Torsten Schnierstein

 

Die Schnelle Medizinische Hilfe (SMH) der DDR basierte auf einer Kooperation zwischen dem Deutschen Roten Kreuz der DDR (DRK) und dem Ministerium für Gesundheitswesen der DDR.

-Leitstellen der SMH gemeinsam mit dem Krankentransport des DRK

– Stützpunkte für DMH und/oder DHD-Gruppen außerhalb der Leitstellen

– Dringliche Medizinischen Hilfe (DMH)

– Dringlicher Hausbesuchsdienst (DHD)

– Krankentransport des DRK

– Rettungsstellen

In Berlin, Hauptstadt der DDR war die SMH anders organisiert als in den anderen 14 Bezirken der DDR und erfolgte durch das Rettungsamt des Magistrats von Berlin, Hauptstadt der DDR.

Bildquelle: You Tube

Das Deutsche Rote Kreuz der DDR (DRK) war eine der Massenorganisationen in der DDR und hatte rund 650.000 Mitglieder (1988). Das DRK der DDR wurde am 23.10.1952 gegründet. An der Spitze des DRK standen der Zentralausschuss und das Präsidium des DRK.                                                                                                                                                                  Gegliedert war das DRK in Bezirks-, Kreis- und Stadtorganisationen.

Am 01.01.1991 erfolgte der Anschluss des DRK der DDR an das DRK der BRD.

Die bolschewistische Partei-die führende und lenkende Kraft des Sowjetstaates.

Bildquelle: Von Russia – Coat of arms of the Soviet Union (1923–1936).svg and various flags, including those at Hammer and sickle, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=473728

1. Die bolschewistische Partei und die Volksmassen

Im Buch „Das Sowjetland“ ist mehr, als einmal von der bolschewistischen Partei, ihrer Bedeutung im Leben des Volkes und des Sowjetstaates sowie von ihren Führern Lenin und Stalin gesprochen worden.

Unter den Bedingungen des Zarenregimes war die bolschewistische Partei eine kleine illegale, verfolgte Organisation, die insgesamt nur einige tausend Mitglieder zählte. Aber ihre Kräfte und ihr Einfluss im Lande wuchsen ständig und wuchsen auch später noch (Stand 1947 P.R.). Vor der Großen sozialistischen Oktoberrevolution zählte die Partei bereits 270 000 Mitglieder. In den Jahren des Bürgerkrieges, als das erbitterte Ringen um die Erhaltung und Festigung der Sowjetmacht im Gange war, hatte sich die Zahl der Parteimitglieder fas verdreifacht und 730 000 überstiegen. Vor dem Großen Vaterländischen Krieg (II. Weltkrieg P.R.) hatte die Partei 3 400 000 Mitglieder, Mitte 1945 – bereits 5 800 000 Mitglieder.

Diese Zahlen zeugen besser als alle Worte nicht nur von dem zahlenmäßigen Wachsen der Partei, sondern auch von ihrem wachsenden Einfluss unter den Volksmassen. Es ist bemerkenswert, dass in den für das Land schwersten Zeiten, wie zum Beispiel in den Jahren des Bürgerkrieges und während des Großen Vaterländischen Krieges, der Zustrom von Mitgliedern in die Partei nicht nur nicht nachließ, sondern sich im Gegenteil verstärkte. Das Vertrauen der Volksmassen wuchs.

Wie ist das zu erklären?

Die Volksmassen haben gesehen, dass die Bolschewiki sich stets tapfer und entschlossen zum Schutze der Arbeiter und Bauern einsetzen und einen unversöhnlichen Kampf gegen alle Feinde des Volkes führen. Die Bolschewiki enthüllten dem Volk die konterrevolutionären Pläne der Gutsbesitzer- und Kapitalistenparteien und entlarvten die volksfeindliche Politik der Zarenmacht und der bürgerlichen Regierung. Die Bolschewiki führten einen unversöhnlichen Kampf auch gegen die falschen „Volksfreunde“, die sich „Sozialisten“ nannten, in Wirklichkeit aber die Gutsbesitzer und Kapitalisten unterstützten.

Im Laufe vieler Jahre, an der Erfahrung von drei Revolutionen, haben die Arbeiter und Bauern gesehen, was die bürgerlichen und pseudosozialistischen Parteien wollen und wofür die bolschewistische Partei kämpft. Sie haben begriffen, dass nur die Partei der Bolschewiki die Freiheit und die Macht für die Werktätigen sowie ein glückliches Leben für das Volk erkämpfen wollte und diese auch wirklich erkämpft hatte. Alle übrigen Parteien hatten sich in den Augen der Volksmassen mit Schmach und Schande bedeckt und waren zusammen mit jenen Klassen, für deren Interessen sie sich einsetzten, zeitweilig abgetreten.

Im Sowjetland waren nur die beiden befreundeten Klassen: Arbeiter und Bauern übriggeblieben. „In der Sowjetunion“, sagte J.W. Stalin, „gibt es Raum für nur eine Partei, für die kommunistische Partei. In der Sowjetunion kann es nur eine Partei geben, die Partei der Kommunisten, die kühn und bis zum letzten die Interessen der Arbeiter und Bauern verteidigt.“

Das ist der Grund, weshalb die Bolschewiki zu der einzigen Partei im Lande geworden waren, die das volle Vertrauen und die Liebe der Volksmassen genoss. Das ist der Grund, weshalb Tausende der besten Menschen aus den Reihen der Arbeiter, Kollektivbauern, Intellektuellen, Soldaten und Kommandeure der Roten Armee in jenen Jahren, da dem Sowjetland tödliche Gefahr drohte, um Aufnahme in die Partei ersuchten.

In den Jahren der friedlichen Arbeit und in den Kriegsjahren, im Hinterland und an der Front sowie im Partisanenkampf zeigten die Kommunisten unvergessliche Beispiel an Opfergeist und Vaterlandstreue. Das Volk sah in der kommunistischen Partei seinen Führer und den Leiter des Sowjetstaates.

2. Wie leitete die Partei das Land?

Die leitende Stellung der Partei in der Sowjetunion war durch die Stalinsche Verfassung verankert. In dieser hieß es, dass die Kommunistische Partei der Sowjetunion (Bolschewiki) „den Vortrupp der Werktätigen in ihrem Kampf für die Festigung und Entwicklung des Sozialistischen Systems“ darstellt. In der Verfassung hieß es, dass die kommunistische Partei „den leitenden Kern aller Organisationen der Werktätigen, der gesellschaftlichen sowohl wie der staatlichen bildet.“ J.W. Stalin nannte die Partei der Bolschewiki die führende und richtunggebende und organisierende Kraft des Sowjetstaates und des Sowjetvolkes.

Auf welche Weise führte die kommunistische Partei das Land?

In der Sowjetunion gab es viele verschiedene parteilose Organisationen der Werktätigen. Es waren die Sowjets – eine staatliche Organisation, die alle Sowjetbürger erfasste; die Gewerkschaften, die fast alle Arbeiter und Angestellten vereinigten; die genossenschaftliche-kollektivwirtschaftlichen Organisationen, die fast alle Bauern und Kleingewerbetreibenden vereinigte; die Jugendorganisationen, in denen Millionen der führenden Jugend von Stadt und Land zusammengeschlossen waren, sowie verschiedene kulturelle, wissenschaftliche, wehrsportliche, sportliche und andere gesellschaftliche Organisationen, die viele Mitglieder zählten.

Jede dieser Organisationen war auf ihrem Gebiet tätig. Sie alle dienten den Interessen der Werktätigen. Aber welche Organisation der Arbeiterklasse, der werktätigen Massen, gewährleistete eine gleichgerichtete Tätigkeit, eine einheitliche Führung aller Organisationen?

Eine solche zentrale leitende Organisation war die kommunistische Partei. Warum?

Die Partei vereinigte die fortgeschrittenen Menschen der Arbeiterklasse, der Bauernschaft und der Intelligenz. Sie war mit allen parteilosen Organisationen eng verbunden. Die Partei war die beste Schule, in der die Führer der werktätigen Massen ausgebildet und erzogen wurden, die imstande waren, die verschiedenen Organisationen zu leiten. Nach ihrer Erfahrung und ihrem Einfluss unter den Werktätigen war die Partei die einzige Organisation, die imstande war, für die Tätigkeit aller Organisationen eine gemeinsame Linie auszuarbeiten und die Gesamtführung des Kampfes der Werktätigen in ihren Händen zu konzentrieren. Dabei stützte sich auf die übrigen Organisationen als ihre Gehilfen, die sie mit den Massen verbanden.

Die Partei ersetzte keinesfalls irgendeine der parteilosen Organisationen. Die Parteiorgane befehligten nicht die parteilosen Organisationen und hatten nicht das Recht, von ihnen zu fordern, dass sie sich der Parteiführung unterstellen. Die Parteiorganisationen halfen den parteilosen Organisationen bei ihrer Arbeit. Die Kommunisten, die zu den Mitgliedern der parteilosen Organisationen zählten, erreichten als führende und einflussreiche Menschen durch ihre Überzeugungskraft, dass dies Organisationen der Partei folgten und deren Führung freiwillig akzeptierten.

Nehmen wir die Sowjets der Deputierten (Abgeordneten P.R.) der Werktätigen und die Obersten Sowjets als Beispiel. Das Volk wählte für die Sowjets seine besten Vertreter. Für die führenden Posten in den Sowjets stellte die Partei ihre Kandidaten auf. Und wenn die von der Partei aufgestellten Kandidaten in der Regel als Leiter der staatlichen Organe gewählt wurden, so erfolgte das aus dem Grund, weil diese Kandidaten bewährten, dem Volk ergebene Menschen waren.

Nehmen wir die Gewerkschaften und Kollektivwirtschaften. Die Mitglieder dieser Organisationen waren bei der Besetzung der leitenden Posten ehr wählerisch. Und wenn in den weitaus meisten Fällen Kommunisten gewählt wurden, so ist es dadurch zu erklären, dass sie das Vertrauen der Massen genossen.

Die parteilosen Bürger wählten nicht nur gemeinsam mit den Parteiangehörigen die Leiter der Sowjets, Gewerkschaften, der Kollektivwirtschaften usw., sondern kontrollierten auch deren Arbeit, darunter auch die Arbeit der Kommunisten. Sie nahmen die Berichte der Leiter entgegen, kritisierten ihre Fehler, schlugen Maßnahmen vor, um die Mängel ihrer Arbeit abzustellen, setzten auch manchmal den einen oder anderen Leiter von seinem Posten ab, wenn er mit seiner Arbeit nicht fertig wurde, und wählten an seine Stelle einen anderen.

J.W. Stalin lehrte: „Die Parteiangehörigen sollen sich von den Parteilosen nicht absondern, sich nicht in ihrem engen Parteigehäuse abkapseln, sich nicht mit ihrer Parteiangehörigkeit brüsten, sondern sie sollen auf die Stimme der Parteilosen hören, die Parteilosen nicht nur belehren, sondern auch bei ihnen lernen.“ (Allerdings hatte sich das später zum Schlechten geändert. Weniger die „kleinen“ Mitglieder, aber die Mehrheit der Funktionäre und Politiker sonderten sich von der Basis und der parteilosen Bevölkerung ab. Es entstand die abgehobene Schicht der Nomenklatura. Mit der Zeit war die Partei nicht mehr in der Lage die Arbeiterklasse zu vertreten. Natürlich gab es auch Politiker und hauptamtliche Funktionäre bis in die hohen Ämter hinauf, die guten Willens waren, hauptsächlich die Alten. Ebenso mag es Abgeordnete gegeben haben, die bis zum Ende das bestmögliche für ihre Leute tun wollten. Doch sie mussten sich den Gegebenheiten, heute würde man sagen den Sachzwängen, beugen. Es konnte sich der Verräter Gorbatschow an die Spitze schwingen, bzw. er wurde sogar gefördert. Ansonsten wäre ja seine Karriere nicht möglich gewesen. Mit den Schlagworten „Glasnost“ und „Perestroika“ und anderen Sprüchen hatte er die Bevölkerung und die Welt getäuscht. Während im eigenen Land Gorbatschow unbeliebt wurde, hatte er aber im Ausland hohes Ansehen. So konnte Gorbatschow sein verräterisches Werk vollenden und die Konterrevolution marschieren lassen. P.R.)

Die Partei handelte nach ihren Richtlinien. Hier eines der Beispiele. Im Donezbecken klappte es nicht mit der Kohleförderung. Die Frage wurde im Zentralkomitee der Partei mit den Leitern des Volkskommissariats für die Schwerindustrie beraten. Dreimal wurden Bestimmungen entworfen, die aber nicht zufriedenstellen konnten. Da wurden aus dem Donezbecken einige Arbeiter, einfache Wirtschaftler und Gewerkschaftsfunktionäre herangezogen. Drei Tage lang wurde mit ihnen beraten. (Das Wesen der Verbesserungsvorschläge haben sich sogar die Kapitalisten abgeguckt. Aber im Kapitalismus werden nur Verbesserungsvorschläge angenommen und umgesetzt, die den Kapitalisten Nutzen bringen. P.R.)

„Und wir alle, die Mitglieder des ZK, sagte J.W. Stalin, „mussten zugeben, dass nur sie, diese gewöhnlichen Arbeiter, diese kleinen Leute, es vermocht hatten, uns zu einer richtigen Entscheidung zu verhelfen.“

So leitete die bolschewistische Partei den Sowjetstaat und das Volk. Die Partei brachte den Interessen und den Bedürfnissen der Werktätigen die größte Aufmerksamkeit entgegen. Sie bereicherte die Erfahrungen der Leiter, indem sie diese mit den Erfahrungen der Massen vereinigte, Darin bestand eine der Hauptbesonderheiten der bolschewistischen Führung des Staates und des Volkes. Dafür liebte und achtete seinerzeit das Sowjetvolk seine Partei.

3. Worin lag die Stärke der bolschewistischen Partei?

Die Stärke der bolschewistischen Partei beruhte vor allem auf ihrer fortschrittlichen revolutionären Theorie. Diese Theorie wurde auf Grundlage der Errungenschaften aller Wissenschaften und Erfahrungen der Arbeiterbewegung aller Länder von den großen Gelehrten und Führern der Arbeiterklasse Karl Marx und Friedrich Engels, die im vorvergangenen Jahrhundert lebten, geschaffen. Die Lehre von Marx und Engels wurde von W.I. Lenin und J.W. Stalin weiterentwickelt. (Nach Stalins Tod hat man seine Weiterentwicklung der Lehre von Marx und Engels auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen. P.R.)

Diese Lehre ist der Schlüssel für alle Vorgänge in der Gesellschaft. Sie erklärt die Einrichtung der menschlichen Gesellschaft, die Teilung in Klassen und den Kampf zwischen den Klassen. Sie zeigt, was jede Klasse will und wonach sie strebt. Diese Lehre hilft der Partei, sich unter den jeweils gegebenen Bedingungen zurechtzufinden, den inneren Zusammenhang der Ereignisse zu begreifen und zu erkennen, wie und in welcher Richtung sich die Ereignisse entwickeln und dich in der Zukunft entwickeln müssen. Diese Lehre bietet die Möglichkeit, den Gang der Ereignisse vorauszusehen und folglich auch den Lauf der Ereignisse so zu lenken, wie das im Interesse der Volksmassen und des Sowjetstaates erforderlich war. (Das hat ja, nach Stalins Tod, bekanntlich nicht funktioniert. P.R.)

Die bolschewistische Partei war der bewusste Vortrupp der Arbeiterklasse und aller Werktätigen, der die große Kraft der revolutionären Theorie von Marx-EngelsLeninStalin beherrschte. (Bekanntlich ist nach Stalins Tod ein Großteil verloren gegangen P.R.)

Die Stärke der bolschewistischen Partei beruhte auf ihrer Organisation. Lenin und Stalin maßen der Organisation der Arbeitermassen eine überaus große Bedeutung bei. Lenin schrieb über die Partei als die führende Schicht, den Vortrupp der Arbeiterklasse: „Die Stärke dieser Avantgarde beträgt das Zehn-, Hundert- und noch Mehrfache seiner zahlenmäßigen Stärke. Wie ist sowas möglich? Kann ein Hundert stärker sein als ein Tausend? Es kann stärker sein, und es ist stärker, wenn das Hundert organisiert ist. Die Organisation verzehnfacht die Kräfte.“  

Dank der Organisation ihrer Reihen bestand die bolschewistische Partei die allerschwersten Prüfungen, die sie im Kampf gegen die Feinde des Volkes bestehen musste, und wurde mit den schwierigsten Aufgaben der Führung der Volksmassen und des Sowjetstaates sowohl in den Friedens- als auch Kriegszeiten fertig.

Als Mitglieder der Partei galten nur jene Arbeiter, Kollektivbauern und Intelligenzler, die das Parteiprogramm anerkannten, die Ansichten der Partei teilten, sich den Bestimmungen der Partei unterordneten und der Arbeit einer ihrer Organisationen teilnahmen. Wer als Mitglied in die Partei einzutreten wünschte, musste erst für die Dauer eines Jahres eine Anwärterschaft durchmachen.

Die Partei kämpfte stets unversöhnlich gegen jene, die es versucht haben, die Parteieinheit zu sprengen und innerhalb der Partei Gruppen zu bilden. Die Partei schloss solche Mitglieder als Helfershelfer des Klassenfeindes aus ihren Reihen aus. Die Partei forderte von allen ihrer Mitglieder allerstrengste Disziplin, das heißt unbedingte, genaue und rasche Erfüllung der Parteibestimmungen.

Ohne eine solche Disziplin hätte die Partei zu der Zeit, da sie eine illegale Organisation war, nicht bestehen und kämpfen können. Die Bedeutung der Disziplin war noch mehr gestiegen, als die Partei die Führung des Sowjetstaates übernahm. Lenin schrieb im Jahre 1920, dass die Sowjetmacht ohne allerstrengste, wahrhaft eiserne Disziplin in ihren Reihen sich keine zwei Monate und erst recht keine zweieinhalb Jahre gehalten hätte. Wie wichtig die allerstrengste Parteidisziplin ist, hatte der Große Vaterländische Krieg (II. Weltkrieg P.R.) gezeigt.

Die Partei duldete in ihren Reihen nicht den geringsten Verstoß gegen die Disziplin. Für Nichtausführung der Parteibestimmungen und für andere Vergehen wurden die Parteimitglieder zur Verantwortung gezogen, in ernsten Fällen – bis zum Ausschluss aus der Partei.

Die Partei erkannte jedoch keine „blinde Disziplin“, keine mechanische Unterordnung unter die Parteibeschlüsse an. Die Partei wollte, dass alle Mitglieder durchaus bewusst, nach ihrer Überzeugung handeln. Die bolschewistische Parteidisziplin beruhte darauf, dass die Mitglieder sich freiwillig der Partei unterordneten und ihrer Sache grenzenlos ergeben waren. Die Stärke und seinerzeitige Unbesiegbarkeit der bolschewistischen Partei beruhte auf ihrer damals unlösbaren Verbindung mit den Massen. Lenin und Stalin lehrten, dass die Partei, wenn sie ihre Verbindungen mit den Massen verliert oder auch nur vernachlässigt, das Vertrauen und die Unterstützung der Massen einbüßen und folglich unweigerlich zugrunde gehen wird. (Und es bekanntlich so gekommen. Der dämliche Spruch „Die Partei wird sich dabei was gedacht haben. “, machte die Runde an der Parteibasis, wenn Entscheidungen der Parteispitze in Frage gestellt wurden. Die Konterrevolution konnte marschieren und siegen. P.R.)

Die bolschewistische Partei ließ diese Anweisung nach dem Tod Stalins außer Acht. Zu Lebzeiten von Lenin und Stalin arbeiteten die Bolschewiki inmitten der Volksmassen. Sie wussten genau, was für das Volk lebenswichtig ist. Arbeiter, Kollektivbauern und Intellektuelle wandten sich in ihren Nöten, Anfragen und Vorschlägen an die Bolschewiki. Die Parteiorganisationen luden die Parteilosen ein, die an öffentlichen Parteiversammlungen zu beteiligen.

Die Partei war von Millionen aktiver parteiloser Helfer umgeben. Die Bolschewiki organisierten den Leninschen Kommunistischen Jugendverband der UdSSR, der an die Partei angeschlossen war. Der kommunistische Jugendverband war ein treuer, energischer Helfer der Partei bei ihrer Arbeit und leitete die Parteibeschlüsse an die Massen weiter. Der kommunistische Jugendverband erzog die Jugend im Geiste des Kommunismus.  In den Tagen des Vaterländischen Krieges (II. Weltkrieg P.R.) bewiesen die Mitglieder des kommunistischen Jugendverbandes durch Heldentaten an der Front und durch aufopfernde Arbeit im Hinterland aufs Neue ihre Treue und Ergebenheit gegenüber der Partei von LeninStalin und der sowjetischen Heimat.

Die Partei forderte, dass jedes ihrer Mitglieder in seiner Berufsarbeit, in der Aneignung der Technik seines Faches, in der ständigen Erhöhung seiner Qualifikation und seines Wissens, in der Wahrung der Arbeits- und Staatsdisziplin, in seinem ganzen Benehmen in der Gesellschaft und im Alltagsleben als Vorbild für die Massen dient.

Die bolschewistische Partei war durch ihren organisatorischen Aufbau stark. Die primären Parteiorganisationen in den Betrieben, Ämtern, in der Arme, in den Lehranstalten usw. stellten die Grundlage der Partei dar. Die Partei war jedoch nicht die einfache Summe ihrer primären Organisationen. Die Partei war eine einheitliche, die ganze Sowjetunion umfassende Organisation der Kommunisten mit unteren und höheren leitenden Organen, mit einer Unterordnung der Minderheit unter die Mehrheit. Ihre Beschlüsse waren für alle Parteimitglieder bindend. Das höchste Organ der primären Organisation stellte die allgemeine Versammlung ihrer Mitglieder dar. Das höchste Organ der Partei war der Allunions-Parteitag der KPdSU(B). In der Zeit zwischen den Parteitagen war die gesamte Arbeit der Partei durch das Zentralkomitee der KPdSU(B) geleitet. Alle leitenden Parteiorgane – vom Büro der primären Organisationen bist zum Zentralkomitee der Partei– waren in geheimer Abstimmung gewählt worden. Die Parteiorgane waren ihren Parteiorganisationen rechenschaftspflichtig. Die Beschlüsse der höheren Organe waren für die unteren unbedingt verbindlich.

Alle Parteimitglieder genossen das Recht einer freien sachlichen Erörterung der praktischen Fragen der Parteipolitik. Jeder Kommunist kann auf Mängel in der Arbeit der Parteiorganisation hinweisen und jeden Parteifunktionär sachlich kritisieren.

Die Partei zog auch die Parteilosen zur Erörterung praktischer Fragen ihrer Arbeit heran. Jeder Arbeiter, Angestellte und Kollektivbauer konnte in eine öffentliche Parteiversammlung oder in das Parteikomitee kommen und sagen, wo und was an der Arbeit der Parteiorganisation schlecht war.

Auf diese Weise waren beim organisatorischen Aufbau der Partei eine umfassende innerparteiliche Demokratie und Selbstständigkeit bei der Entscheidung lokaler Fragen mit der Unterordnung der niederen Organe unter die höheren sowie die Leitung der Partei aus einem einheitlichen Zentrum in Einklang gebracht. Ein solcher organisatorischer Aufbau trug dazu bei, dass die bolschewistische Partei, die den Sowjetstaat und das Sowjetvolk leitete, stellte eine der Hauptquellen der Stärke und Macht der Sowjetunion dar.

Der Partei hatte das Sowjetvolk zu verdanken, dass im Lande alle anderen Quellen der Stärke und Macht der Sowjetunion entstanden waren und erschlossen wurden: die sowjetische Gesellschaftsordnung; die sowjetische Staatsordnung; die moralisch-politische Einheit der Sowjetgesellschaft; die Freundschaft der Sowjetvölker; der glühende sowjetische Patriotismus.

Unter der Führung der kommunistischen Partei errang das Sowjetvolk zur damaligen Zeit einen vollen Sieg über seine Feinde und sicherte damit die Voraussetzung für eine weitere Blüte seines Landes.

Unter Führung der kommunistischen Partei und ihres großen Führers J. W. Stalin schritt die Sowjetunion neuen Erfolgen bei der Festigung der Macht des Sowjetstaates sowie bei der Entwicklung der sozialistischen Gesellschaft zu Kommunismus entgegen. (Allerdings ist der Kommunismus ein Wolkenkuckucksheim geblieben. Nach Stalins Tod ging es langsam, aber stetig bergab. P.R.)

Entnommen aus dem Buch „Das Sowjetland“, Band 3 aus dem Jahre 1947, Original-Autor W.A. Kapinskij, bearbeitet von Petra Reichel

Original-Text aus dm Buch „Das Sowjetland“ aus dem Jahre 1947, Original-Autor W.A. Kapinskij

Hungersnot und Konterrevolution

Vorbemerkung: Nun ist vom „Holodomor“ die Rede. Diese Hungersnot in den Jahren 1932/33 wird Stalin „in die Schuhe geschoben“. Bereits in den 1920er Jahren gab es in der Sowjetunion eine Hungersnot. Gegnerische Kräfte versuchten diese zu nutzen, um die Konterrevolution zu starten. Damals ist es misslungen.

Symbolbild
Bildquelle: Free ICONS Library https://icon-library.com/icon/begging-icon-22.html

Im Sommer 1921 vernichtete eine Dürre im Wolgagebiet, im Uralvorland, im Kaukasus, auf der Krim und in einem Teil der Ukraine die Saat. In den fruchtbarsten Gouvernements, den Kornkammern des Landes, gab es weder Getreide für die Versorgung der Bevölkerung noch Saatgut für eine neue Aussaat. Das Sowjetland, das sich von dem wirtschaftlichen Verfall im Gefolge des imperialistischen Krieges und des Bürgerkrieges noch nicht erholt hatte, wurde von einer neuen schrecklichen Katastrophe, einer Hungersnot, betroffen. Im Winter und Frühjahr 1922 litten über dreißig Millionen Menschen, das heißt fast ein Viertel der damaligen Bevölkerung, Hunger. Besonders stark betroffen war das Wolgagebiet, wo viele Menschen vor Hunger starben.

Die Sowjetregierung ergriff außerordentliche Maßnahmen, um die Auswirkungen der Katastrophe entgegenzuwirken. Millionen Werktätige, die in den Betrieben und auf den Feldern des Landes arbeiteten, gaben einen Teil ihres dürftigen Einkommens und ihrer Hungerrationen ab, um den Hungernden zu helfen. Aber die inneren Ressourcen waren vernichtet, das verwüstete Land brauchte Hilfe von außen. W.I. Lenin appellierte an das Internationale Proletariat, Hilfe zu leisten. Maxim Gorki wandte sich an alle ehrlichen Menschen in Europa und Amerika mit der Bitte, dem russischen Volk zu helfen. Die Appelle Lenins und Gorkis fanden bei den Werktätigen im Ausland ein starkes Echo. Aber es gab auch Kräfte, die die Naturkatastrophe, die das Sowjetland heimsuchte, für ihre konterrevolutionären Ziele auszunutzen versuchten.

Gorki schlug im Juni 1921 vor, ein Gesamtrussisches Hilfskomitee für die Hungernden zu bilden. Dieser Vorschlag wurde von ehemaligen „im öffentlichen Leben tätigen“ Kadetten, von S.N. Prokopowitsch, J.D. Kuskova, N.M. Kischkin, dem ehemaligen zaristischen Minister N.N. Kutler und anderen, aufgegriffen. Sie bildeten die Initiativgruppe für die Gründung eines solchen Komitees. Am 21. Juli fand eine Zusammenkunft dieser Gruppe mit Vertretern der Sowjetmacht statt. Kischkin redete dabei lange über die Bedeutung der Beteiligung der bürgerlichen „Öffentlichkeit“ an der Arbeit zur Beseitigung der Volkskatastrophe. Er forderte „Unabhängigkeit“ für die Organisationen des zu bildenden Komitees und „exakte Garantien“ der Sowjetorgane, dass die Mitarbeiter des Komitees ungehindert arbeiten können. Natürlich verlangte er auch völlige Sicherheit für die Güter und Spenden, die das Komitee aufbringe. Dem Komitee müssten das Recht und die Möglichkeit eingeräumt werden, mit ausländischen Organisationen Verbindung aufzunehmen.

Es war klar, dass die „im öffentlichen Leben Tätigen“ ihre Teilnahme am Kampf gegen die Hungersnot für politische Ziele ausnutzen wollten. Der Vertreter der Sowjetregierung, der an der Zusammenkunft teilnahm, wies darauf hin, dass die Regierung keinerlei politische Verpflichtungen eingehen werde und aus dem Vorhaben keine politischen Schlussfolgerungen zu ziehen beabsichtige. Die Art der Garantien, die die Regierung geben könne, werde durch die Diktatur des Proletariats bestimmt. „Wir garantieren“, erklärte er, dass das Komitee für seine sachliche Arbeit alle Voraussetzungen erhält, so dass es mit Erfolg praktische Ergebnisse erzielen kann. Eine sachliche Arbeit wird bei der Regierung und den örtlichen Behörden auf keinerlei Hindernisse stoßen.“

Die Sowjetregierung wollte möglichst alle gesellschaftlichen Kräfte in den Kampf gegen die Hungersnot einbeziehen und kam deshalb dem Vorschlag der Initiativgruppe entgegen. Am 21 Juli 1921, dem gleichen Tag, an dem sich die Gruppe mit Vertretern der Sowjetmacht traf, wurde durch eine Verfügung des Gesamtrussischen Zentralexekutivkomitees das Gesamtrussische Hilfskomitee für die Hungernden gegründet. Es wurde unter das Zeichen des Roten Kreuzes gestellt, unter dem es arbeiten sollte. Anfangs gehörten dem Komitee 63 Mitglieder an, die in der Mehrzahl, mit Ausnahme einiger Vertreter der Regierung und anderer Sowjetfunktionäre, im öffentlichen Leben Tätige der alten Gesellschaft waren. Nur der Vorsitzende des Komitees und sein Stellvertreter wurden vom Gesamtrussischen ZEK ernannt, die übrigen Mitglieder des Präsidiums aber in geheimer Abstimmung auf einer allgemeinen Versammlung des Komitees gewählt. Später konnte es selbstständig weitere Mitglieder hinzuziehen. Das Gesamtrussische Hilfskomitee für die Hungernden erhielt das Recht, im Lande selbst sowie im Ausland Geschäftsstellen zu gründen, in Russland und im Ausland Lebensmittel, Viehfutter, Medikamente und anderes zu kaufen und unter den Hungernden zu verteilen.

Die bürgerlichen Elemente schätzten die Bildung des Gesamtrussischen Hilfskomitees auf ihre Weise ein. Die Konterrevolutionäre hofften, unter dem Deckmantel der legalen Arbeit die lokalen Abteilungen des Komitees in Organe des politischen Kampfes gegen die Sowjetmacht verwandeln zu können. Die weißgardistischen Emigranten beeilten sich, mit den Mitgliedern des Komitees Verbindung aufzunehmen. Auch die Agenten des internationalen Imperialismus setzten große Hoffnungen auf das Komitee.

Die breite öffentliche Bewegung im Ausland zwang auch die führenden Politiker der kapitalistischen Welt, zu erklären, wie sie zur Hilfe für die Hungernden in Russland standen. Der Oberste Rat der Entente fasste am 10. August 1921 den Beschluss, eine Kommission zu bilden, die Möglichkeiten ermitteln sollte, wie der hungernden Bevölkerung Russlands geholfen werden konnte. An die Spitze der Kommission wurde Joseph Noulens, der ehemalige französische Botschafter in Russland und allen bekannten Feind der Sowjetmacht, gestellt. Die Kommission Noulens‘ verlangte als unerlässliche Voraussetzung dafür, dass die Hungernden in Russland geholfen wird, von der Sowjetregierung, dass sie die Schulden der Zaren- und Provisorischen Regierung anerkenne, „ausreichende Garantien für die Einlösung der künftigen Verpflichtungen“ gebe und „normale Bedingungen“ für das Wirtschaftsleben im Lande schaffe.

Auf Gorkis Appell reagierte in den USA die American Relief Administration (ARA), die Amerikanische Verwaltung für Hilfe, deren Vorsitzender Handelsminister Herbert Hoover war. Die ARA war eine Vereinigung von Wohltätigkeits-, religiösen und nationalistischen Gesellschaften, die unter einer einheitlichen Leitung arbeiteten. Ihr Ziel war, den Völkern Europas, die unter dem Krieg gelitten hatten, mit Lebensmitteln und anderen Gütern zu helfen. Eine der verschwiegenen Aufgaben die Organisation bestand darin, in die verschiedenen Länder einzudringen und auf sie im Sinne des Imperialismus politisch Einfluss zu nehmen. Die Vertreter der ARA waren bestrebt, in Verhandlungen mit der Sowjetregierung zu erreichen, dass sie unkontrolliert arbeiten konnten und ihre Filialen auf dem Boden Sowjetrusslands die Rechte der Exterritorialität zugebilligt erhielten. Über die nach Russland geschickten Lebensmittel wollten sie nach ihren eigenen Gesichtspunkten verfügen. W.I. Lenin verfolgte aufmerksam die Verhandlungen mit der ARA und schrieb am 13. August 1921:

„Da die niederträchtigen amerikanischen Krämer den Anschein erwecken wollen, als wären wir imstande, jemand zu betrügen, empfehle ich, ihnen sofort telegrafisch im Namen der Regierung…offiziell folgendes vorzuschlagen: Wir deponieren bei einer New Yorker Bank in Gold eine Summe, die 120% dessen beträgt, was sie im Laufe eines Monats für eine Million hungernder Kinder und Kranker liefern. Aber dann stellen wir die Bedingung, dass sich die Amerikaner angesichts einer derart vollständigen materiellen Garantie auf keine Weise, weder politisch noch administrativ, einmischen und keinerlei Ansprüche erheben. Die Kontrolle werden paritätische Kommissionen (von unserer Regierung und von ihnen) an Ort und Stelle ausüben. Mit diesen Vorschlägen geben wir den Krämern eins auf die Nase und stellen sie dann vor der ganzen Welt bloß.“

Bei den Verhandlungen in Riga musste die ARA gezwungenermaßen auf die geforderte Kaution und die ultimativ beanspruchte Exterritorialität ihrer Vertreter verzichten. Am 20. August wurde ein für beide Seiten annehmbares Abkommen geschlossen. Die Verwaltung der ARA wurden ziemlich weitgehende Rechte bei der Unterbringung ihrer Filialen, bei der selbstständigen Auswahl der Mitarbeiter, bei der Verfügung über alle Fonds usw. eingeräumt. Die Sowjetregierung behielt sich jedoch das Recht vor, Mitarbeiter der amerikanischen Einrichtungen abzulehnen.

Mitte August 1921 fand in Genf eine Konferenz von Vertretern internationaler und nationaler Rot-Kreuz-Gesellschaften statt, die den populären norwegischen Polarforscher Fridtjof Nansen zum Hauptbevollmächtigten der Rot-Kreuz-Gesellschaften bei der Hilfe für die Hungernden in Russland wählten. Nansen nahm ohne unnötige Verzögerung Verhandlungen mit der Sowjetregierung auf und schloss mit ihr am 27. August ein Abkommen über die Arbeit der von ihm geschaffenen Organisation, des Exekutivkomitees der internationalen Hilfe für Russland, dem auch Vertreter der Sowjetmacht angehörten. Im Unterschied zur ARA schlug Nansen vor, alle Arbeiten im Zusammenhang mit der Verteilung von Lebensmitteln in Russland mit Hilfe der örtlichen Machtorgane durchzuführen.

Das Abkommen mit der ARA und das Wirken der internationalen Hilfsorganisation Nansens spalteten die einheitliche Front, die die Imperialisten unter Ausnutzung der Hungersnot gegen Sowjetrussland zu bilden versuchten. Lediglich die Regierungen der Ententemächte, die in der Kommission Noulens‘ vertreten waren, kamen zu keinem Abkommen mit der Sowjetregierung. Bald wurde klar, dass die imperialistischen Kreise große Hoffnungen auf die Vertreter des Gesamtrussischen Hilfskomitees für die Hungernden setzten. Agenten der französischen Regierung hatten bereits Verhandlungen mit M.I. Skobelew, dem Vertreter dieses Komitees in Paris, aufgenommen.

Das Gesamtrussische Hilfskomitee für die Hungernden bildete im Lande zahlreiche örtliche Geschäftsstellen, in die viele „im öffentlichen Leben tätige“ Repräsentanten des Bürgertums eintraten. Da die Anhänger der Kadetten die Mehrheit im Komitee bildeten, wählten sie eine Delegation mit M.N. Kischkin, S.N. Prokopowitsch und J.D. Kuskowa and der Spitze, die sie ins Ausland schicken wollten. Sie hatten es damit deshalb so eilig, weil die Delegation offenbar an den politischen Verhandlungen der Sowjetregierung mit den Regierungen der kapitalistischen Länder teilnehmen wollte. Die Sowjetorgane durchschauten die politischen Absichten der Kadettenvertreter im Gesamtrussischen Hilfskomitee. Das Gesamtrussische Zentralexekutivkomitee beschloss am 18. August, die Reise dieser Delegation ins Ausland zu verschieben. Es empfahl dem Komitee, seine Mitglieder vor allem zur praktischen Arbeit in die von der Hungersnot betroffenen Bezirke zu schicken. Die Mehrheit des Komitees war mit dem Beschluss des Gesamtrussischen ZEK nicht einverstanden und forderte am 23. August ultimativ, die Delegation ins Ausland reisen zu lassen. Anderenfalls drohte es, seine Arbeit einzustellen.

Die Gesamtrussische Tscheka(Geheimdienst P.R.) nahm am 27. August eine Reihe von Haussuchungen vor und verhaftete mehrere Mitglieder des Komitees. In der aus diesem Anlass veröffentlichten Mitteilung der Tscheka hieß es:

 „Seit dem Bestehen des Komitees erhielt die Gesamtrussische Tscheka Informationen darüber, dass eine Gruppe von Mitgliedern des Komitees in Wirklichkeit nicht von ihren aktiven politischen Bestrebungen Abstand genommen hatte. Vielmehr sah diese Gruppe in der Katastrophe der Bevölkerung des Wolgagebiets ein Mittel des politischen Kampfes und der Verschwörung gegen Sowjetrussland. Sie setzte alle Hoffnungen auf eine erneute Intervention der ausländischen Kapitalisten in neuer Form. Diese Gruppe organisierte mehrere konspirative Zusammenkünfte, nutzte den Umstand aus, dass das Hilfskomitee legal existierte, knüpfte Verbindungen an u.a.m.. Alle dies Tatsachen veranlassten die Gesamtrussische Tscheka am 27. August d. J. bei den Mitgliedern des Komitees und Personen ihrer Umgebung Haussuchungen durchzuführen und Verhaftungen vorzunehmen. Dabei wurde reiches Material sichergestellt, dass die Richtigkeit vorhergehenden Angaben bestätigte.“

Bei Kischkins Sekretärin, einer gewissen Kafjewa, die Mitglied der Kadettenpartei war, entdeckten die Tschekisten einen von Kischkins Hand stammenden Plan für die Umgestaltung Sowjetrusslands. Der Plan sah einen obersten Herrscher an der Spitze der des Staates, eine Reichsduma und einen Reichsrat, Gebiets-, Gouvernements-, Kreis- und Amtsbezirksvorsteher usw. vor. Bei P.T. Salatow, einem anderen Mitglied des Komitees, der etwas früher als die Kafjewa verhaftet worden war, wurden „Thesen für einen Bericht zu den Aufzeichnungen ‚Wiederheerstellung eines einheitlichen Russlands‘“ gefunden, die Kischkins Plan anfochten. In den Thesen wurde vorgeschlagen, nach dem Sturz der Sowjetmacht eine zentralisierte starke Macht zu bilden. Nur eine von einer einzelnen geleiteten diktatorischen Macht in Russland könne die Ordnung wiederherstellen. In den Thesen wurde auch dargelegt, wie die Sowjets gestürzt werden sollten, die zu einer einheitlichen Bewegung unter zentraler Führung zusammenfließen sollten.

Bei den Haussuchungen und Verhaftungen von Angestellten des Komitees sowie Personen, die mit ihnen in Verbindung standen, wurden im Gebäude des Komitees Dokumente gefunden, die bewiesen, dass hier eindeutige politische Arbeit geleistet wurde, So wurde bei J.S. Galkina, einer Instrukteurin und Organisatorin lokaler Komitees, ein Brief gefunden, in dem sie darlegte, dass sich „um das Komitee herum eine interessante Arbeit anbahnt. Sie berichtete über eine ganze Reihe von Organisationen und Personen, die sich mit antisowjetischer Arbeit in der Ukraine befassten. Der Petrograder Ingenieur M. Mett, der die Abteilung für gesellschaftliche Arbeiten des Komitees leitete, empfahl einem Freund in Riga in einem Brief vom 22. August „das Mitglied des Komitees und der Auslandsmission S.N. Prokopowitsch als ‚seinen‘ Mann, dem man jegliche Unterstützung erweisen und sich voll zur Verfügung stellen muss“. In einem Brief an die Nationalbank in New York schrieb Mett: An die Nationalbank, New York. Hiermit bestätige ich, dass der von mit am 30. März 1921 auf die Summe von 3 000 Dollar ausgestellte Scheck Nr. 116 echt ist. Ich bitte Sie, die genannte Summer Mister Ephraim Nieburg, meinem Vertreter in Riga (Lettland), oder einer von ihm benannten Person auszuzahlen. Notieren Sie auch, dass Mister Ephraim Nieburg, Ingenieur, mich in Riga solange vertritt, bis sich die Dinge in Russland ändern. Hochachtungsvoll M. Mett, Ingenieur.“ Das Mitglied des Komitees Bulgakow schrieb über die politische Tätigkeit des Komitees in sein Tagebuch: „Auch wir und der Hunger sich Mittel des politischen Kampfes.“

Es war klar, dass das Hilfskomitee für die Hungernden in Wirklichkeit ein Zentrum antisowjetischer Arbeit war. Die Sowjetregierung teilte am 30. August 1921 mit, es sei endgültig bewiesen, dass „die Mehrheit des Komitees im Bann politischer Spekulationen steht, die mit den Interessen der Hungernden nichts zu tun haben. Das Komitee neigt dazu, sich über die Interessen einer sachlichen Arbeit hinwegzusetzen, und zwar um sich an jenem konterrevolutionären politischen Spiel zu beteiligen, das im Zusammenhang mit der Bildung des Komitees unter den ausländischen Weißgardisten und den von ihnen inspirierten Regierungskreisen Europas angefangen hat. Die Sowjetregierung musste mit Bedauern dies Ergebnis ihres Schrittes feststellen, mit dem sie die ehemaligen aktiven Gegner der Sowjetmacht möglichst umfassend zur Hilfe für die Hungernden hatte heranziehen wollen. Sie hat daher beschlossen, das Komitee aufzulösen. In diesem Zusammenhang fordert die Sowjetregierung alle, die nicht gewillt sind, die Interessen der Hungernden konterrevolutionären Spekulationen zu opfern, auf, ihre Kräfte anzuspannen und die Hilfsaktion für die Hungernden weitgehend selbstständig weiterzuführen.“

Die aktivsten Mitglieder des Gesamtrussischen Hilfskomitees für die Hungernden, N.M. Kischkin, S.N. Prokopowitsch, J.D. Kuskowa und andere, wurden auf administrativem Wege aus Sowjetrussland ausgewiesen.

Aber die Imperialisten der Ententeländer dachten nicht daran ihre Versuche aufzugeben, die Hungersnot in Sowjetrussland für die Durchsetzung ihrer politischen Ziele auszunutzen. Am 4. September 1921 informierte Noulens die Sowjetregierung darüber, dass die von ihm geleitete Kommission beschlossen habe, „ein Komitee von Experten nach Russland zu schicken. Die Experten sind bevollmächtigt, an Ort und Stelle rasch und gründlich das Ausmaß des Erforderlichen zu überprüfen und festzulegen, wie schnellstens und am wirksamsten geholfen werden kann.“ Noulens verlangte, dass diesen „Prüfern“ (es waren etwa dreißig) „alle erforderlichen Voraussetzungen und Garantien“ für ihre Arbeit gewährt werden. Er fügte eine Liste ausführlicher Fragen bei, die geprüft werden sollten. Im Grunde handelte es sich dabei um ein schlecht getarntes Spionageprogramm: Die Lage Russlands sollte ausgekundschaftet werden. W.I. Lenin war über Noulens‘ Forderungen empört und sagte am gleichen Tage: „Noulens ist bodenlos dreist.“ Dem Politbüro leitete Lenin einen Beschlussentwurf zu, in dem es hieß: Tschitscherin wird beauftragt, als Antwort an Noulens in schärfster Form eine ablehnende Note nach Art einer Proklamation gegen Borugeoisie und Imperialismus zu verfassen, dabei ist die konterrevolutionäre Rolle von Noulens selbst besonders hervorzuheben und extra auf den unverschämt-frechen Charakter des Angebots einzugehen, vor jedem Vertrag eine sich Expertenausschuss nennende Kommisssion von Spionen zu schicken… Speziell unterstreichen, dass wir auch nicht eine Sekunde glauben können, das die Herren Noulens den Wunsch haben zu helfen, wenn sie so an die Sache herangehen.“

Der Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten, G.W. Tschitscherin, teilte daraufhin den Regierenden Großbritanniens, Frankreichs, Italiens und Belgiens in einer Note vom 7. September 1921 mit: „Die Werktätigen Russlands haben den Namen des Mannes nicht vergessen, der einer ihrer schlimmsten und blutigsten Feinde während ihres Kampfes auf Leben und Tod war, den sie gegen Konterrevolution und ausländische Einmischung führten. Sie haben nicht vergessen, dass von den ausländischen Vertretern Herr Noulens seit dem ersten Tag der Existenz des Arbeiter- und Bauernstaates in Russland die meisten Anstrengungen unternahm, damit zwischen der Sowjetregierung und den Regierungen der Ententeländer keine Einigung und Verständigung zustande kam… Herr Noulens setzte seine ganze Kraft ein für die Vorbereitung einer Verschwörung gegen die Sicherheit der Republik und gegen das Leben ihrer leitenden Funktionäre, für die Vorbereitung von Aufständen, für die Werbung von Teilnehmern an allen möglichen Abenteuern, die gegen die Republik gerichtet waren, für Versuche, Brücken in die Luft zu sprengen und Katastrophen bei der Eisenbahn zu organisieren usw.. Her Noulens trägt die Hauptschuld an dem Aufstand der Tschechoslowaken, die von den Feinden des russischen Volkes betrogen und von ihnen in den Kampf gegne die Sowjetmacht hineingezogen wurden. Herr Noulens war einer der aktivsten Führer jenes Blockadesystems, das das ganze russische Volk der Verarmung und dem Elend ausgeliefert hat. Diese Führer haben in bedeutendem Maße die augenblickliche unerhörte Hungersnot verursacht…Die Ernennung dieses geschworenen Anführers aller gegen Sowjetrussland gerichteten Unternehmungen zum Beauftragten der internationalen Hilfskommission für die Hungernden hat die breiten Massen des russischen Volkes in höchstes Erstaunen versetzt und größte Entrüstung ausgelöst. Die Kommission des Herrn Noulens möchte die Hilfe für die Hungernden durch das Sammeln von Informationen über die innere Lage Sowjetrusslands ersetzen. Sie hat ein umfangreiches Untersuchungsprogramm aufgestellt, dessen Durchführung darauf hinausläuft, die Ressourcen und Mittel Sowjetrusslands auf dem Gebiet der Landwirtschaft, des Transportwesens, der Viehzucht usw. zu ermitteln. Und das soll unter Führung jener Leute geschehen, die schon einmal solche Studien zu dem unverhohlenen Zweck betrieben haben, Meutereien anzustiften und den Vormarsch der ausländischen Armeen auf dem auf dem Territorium der Sowjetrepublik zu erleichtern. Die Hungersnot und die Leiden der Werktätigen Russlands waren für diese Kommission nur ein Anlass um zu versuchen herauszubekommen, über welche Kräfte und Mittel die Sowjetregierung verfügt.“

Die Sowjetregierung lehnte es ab, dem Drängen der Kommission Noulens‘ nachzugeben. Geleichzeitig wies sie darauf hin, dass „sie jeder anderen Organisation in vollem Maße entgegenkommt, wenn sie sieht, dass diese Organisation sich wirklich mit der Hilfe für die Hungernden beschäftigen will. Jeder derartigen Organisation schlägt die Sowjetregierung vor, die Methoden der Hilfeleistung und Kontrollmethoden über die Verteilung der für die Hungernden bereitgestellten Mittel ganz genau und konkret in Gestalt eines formellen Vertrages zu fixieren, und zwar nach dem Muster der Verträge, die bereits mit der American Relief Administration und dem obersten Kommissar Nansen abgeschlossen worden sind… In den Vorschlägen der Kommission Noulens‘ sieht die Sowjetregierung jedoch nur eine unerhörte Verhöhnung der Millionen, die vor Hunger sterben.“

Alle Versuche Fridtjof Nansens, die Regierungen der Ententemächte und den Völkerbund zur ehrlichen Hilfe für die Hungernden zu gewinnen, stießen auf unüberwindliche Hindernisse. In seinem Buch „Russland und der Friede“, das 1923 erschien, schrieb Nansen, das Haupthindernis, auf das er gestoßen war, sei das Argument der politischen Führer Europas gewesen, „dem hungernden und leidenden russischen Volk zu helfen sei gleichbedeutend mit einer Stützungsaktion für die Sowjetregierung und die Bolschewiki. „Die Herzen der politischen Führer“, sagte Nansen, „sind oft hart und unmenschlich.“

Der IX. Gesamtrussische Sowjetkongress sprach Fridtjof Nansen auf seiner Tagung am 25. Dezember 1921 in einer Grußadresse seinen tiefempfundenen Dank aus. In der Adresse hieß es: „Das russische Volk wird den Namen des großen Gelehrten, Forschers und Bürgers F. Nansen, der heldenhaft einen Weg durch das ewige Eis des toten Nordens gebahnt, aber sich als machtlos erwiesen hat, die grenzenlose Grausamkeit, die Gewinnsucht und Hartherzigkeit der herrschenden Klasse der kapitalistischen Länder zu überwinden, in seinem Gedächtnis bewahren.“

W.I. Lenin schrieb: „Die Kapitalisten, die heute die mächtigsten Staaten der Welt, wie England, Amerika und Frankreich regieren, haben uns wohl erklärt, dass auch sie, wie sie sagen, unseren hungernden Bauern helfen wollen, aber zu solchen Bedingungen, die die Übergabe der ganzen Macht über unsere Arbeiter-und-Bauern-Republik in ihre Hände bedeuten. Die Sache ist klar. Wann hat man je erlebt, dass der Blutsauger des werktätigen Menschen, der Kapitalist und Wucherer, selbstlos hilft? Die Klasse der Kapitalisten hat den Hunger des werktätigen Menschen immer ausgenutzt, um seinen Körper und seine Seele zu unterjochen. Und unseren Hunger will man jetzt ausnutzen, um unsre mit Blut errungene Freiheit zu vernichten, um den Arbeitern und Bauern für immer die Macht aus der Hand zu reißen und um erneut Zar, Gutsbesitzer, Herrn, Polizeioffizier und Beamte über ihre Köpfe zu stellen.“

Auch die Mitarbeiter der American Relief Administration versuchten sich antisowjetisch zu betätigen. Herbert Hoover, der Leiter der ARA, verbarg nicht, dass er der Sowjetordnung feindlich gesonnen war, und als er das Abkommen mit Sowjetrussland schloss, verfolgte er damit natürlich seine eignen Ziele. Der Sowjetstaat und seine Organe hielten die Bedingungen des Abkommens strikt ein, wobei sie die Tätigkeit der amerikanischen Vertreter aufmerksam beobachteten.

In dem von der ARA in Sowjetrussland aufgebauten Apparat waren etwa dreihundert amerikanische Mitarbeiter beschäftigt, von denen viele Berufsspione waren. Die Funktionäre der ARA stellten häufig Leute mit zwielichtiger, sowjetfeindlicher Vergangenheit, reaktionäre Geistliche, ehemalige Sozialrevolutionäre und Kulaken als russische Mitarbeiter in ihren Apparat ein. Neben der Verteilung von Lebensmitteln und der Leitung von Verpflegungspunkten wandte dieser Apparat nicht wenig Zeit für Spionage und sowjetfeindliche subversive Tätigkeit auf. Die Mitarbeiter der ARA unternahmen häufig Fahrten durch das Land (versuchten sogar in Grenzbezirke zu gelangen, wo es keine Verpflegungspunkte gab), warben unter den Sowjetbürgern labile Elemente für ihr Agentennetz, „befragten“ Personen, die sich um Hilfe an die ARA wandten, sammelten geheime und offizielle Angaben über den Zustand der Industrie, der Landwirtschaft und über die militärische Lage des Sowjetlandes.

Im Auftrag des amerikanischen Spions Woodworth, der in der ARA tätig war, sammelte ein gewisser Paltschitsch geheime Karten der Erdölfelder von Baku, Surachany und Grosny, in denen die Bohrlöcher und Bohrtürme angegeben waren. Auch für Informationen über die Leistungsfähigkeit der Erdölraffinerien, über die Rüstungsindustrie, über Kraftwerke und Bodenschätze interessierte er sich.

Ermutigt durch die Tätigkeit der ARA, erhoben sich in mehreren Orten Kulakenelemente. Die sowjetfeindliche Agitation verstärkte sich. Allein im Kreis Samara wurden von Dezember 1921 bis Oktober 1922 vierundzwanzig Kulaken wegen antisowjetischer Erhebungen, die mit der amerikanischen Hilfe in Verbindung standen, zur Verantwortung gezogen. Auch weißgardistische Elemente wurden wieder aktiv.

Die Organe für Staatssicherheit des Sowjetlandes führten einen ständigen Kampf gegen die Versuche der amerikanischen Agenten unter der Fahne der ARA Sabotage zu betreiben und subversive Arbeit zu leisten. Zum Beispiel verwiesen sie den amerikanischen Spion Foy, einen Mitarbeiter der ARA, des Landes, weil er Spionageangaben gesammelt und sich gegenüber lokalen Behörden beleidigend verhalten hatte. Sowjetbürger, die rechtswidriger Tätigkeit überführt worden waren, wurden gerichtlich belangt oder auf Verlangen der Sowjetorgane von den Organisationen der ARA entlassen.

Nichtsdestoweniger verstand es die Sowjetregierung im Interesse der Hilfsaktion für die Hungernden sachliche Beziehungen zur ARA herzustellen. Dadurch wurde es möglich, die reichen Hilfsmittel dieser Organisation für die Hungernden zu erschließen.

Die Hungerkatastrophe bildete den Boden für die Verstärkung des Aberglaubens und religiöser Vorurteile. Die wenig klassenbewussten Massen suchten bei übernatürlichen Kräften Rettung aus dem Unglück. In den Jahren 1921 bis 1923 gab es eine verbreitete Bewegung der „Erneuerung der wundertätigen Ikonen“, der Kreuze, die angeblich von Gott geschickt worden waren, um den Menschen zu helfen oder sie zu bestrafen. Die Kirche, die sich bemühte, ihren Einfluss auf die breiten Massen zu behalten, konnte als religiöse Institution bei den schweren Prüfungen, denen das Volk ausgesetzt war, nicht abseitsstehen und musste am Kampf gegen den Hunger teilnehmen. Patriach Tichon wandte sich am 22. August 1921 an die Bevölkerung mit dem Aufruf wer könne, solle den Hungernden „nach seinen Kräften“ helfen. Die reaktionäre Geistlichkeit veranstaltete Prozessionen mit „restaurierten wundertätigen Ikonen“ und kurze Gottesdienste auf den von der Sonne versengten Feldern. Sie schürte im Volk einen religiösen Fanatismus und brachte die Bevölkerung nach und nach gegen die „gottlose“ Sowjetmacht auf, als sei dies am Hunger schuld.

Im Juni 1921 verbreitete sich im dem Dorf Bojewo im Kreis Woronesh das Gerücht, die alte Ikone „Sie ist würdig“ im Gotteshaus habe sich „erneuert“. Die ungebildeten und rückständigen Bauern, hauptsächlich Frauen, unternahmen eine Wallfahrt zur Ikone und forderten von den Popen, sie mögen sie ihnen für öffentliche Dankgebetee zur Verfügung stellen. Mit der Ikone zogen die Bauern auf die Felder. Sie glaubten, die Ikone könne sie von der Dürre befreien. Die Geistlichen veranstalteten feierliche Empfänge mit Glockengeläut und Gottesdienste für die Ikone. Die religiöse Psychose, die die Bauern ergriff, führte dazu, dass in vielen umliegenden Dörfern „erneuerte“ Ikonen „auftauchten“ und nicht nur in den Gotteshäusern, sondern auch in den Häusern der Bauern. Gegen die Inspiratoren und Organisationen des gefälschten „Wunders“ fand vor dem Revolutionstribunal des Gouvernements Woronesh ein Prozess statt. In seinem Urteil vom 22. Oktober 1921 stellte das Tribunal fest: „Eine wissenschaftlich-psychiatrische Untersuchung hat die Entwicklung eine Epidemie, einer religiösen Massenpsychose (bei den Bauern D.G.) festgestellt, dass die andere Seite, die Nonnen und die Kirche, materiellen Vorteil aus diesem Volksunglück gezogen hat.“ Das Revolutionstribunal hielt die zur Verantwortung gezogenen Bauern und sogar einige Geistliche für „von einer religiösen Geisteskrankheit Besessene“ und erließ ihnen die Strafe. Elf Angeklagte wurden freigesprochen, nur sieben Geistliche wurden zu je sechs Monaten gesellschaftlich nützlicher Arbeit mit Bewährung verurteilt. Die Freiheit wurde ihnen nicht entzogen.

Im Gouvernement Rjasan wurde eine „wundertätige“ Ikone, die im Troizki-Kloster aufbewahrt wurde, zum Gegenstand der Anbetung. Erzbischof Feodorit von Rjasan sollte mit ihr im Jahre 1613 angeblich die Herrschaft Michail Romanows „gesegnet“ haben. Der Klostervorsteher Ewergetow händigte die Ikone dem Vorsitzenden des Kirchenrates der Vorstadt Rykowaja, Kopin aus, und dieser veranstaltete mit ihr einen Umzug durch viele Siedlungen. Das Ehrengeleit der weißen und schwarzen Geistlichkeit für die Ikone hielt öffentliche Dankgebete ab, und konterrevolutionär Eingestellte erinnerten bedeutungsvoll daran, dass der Thron des Zaren Michail Romanow mit ebendieser Ikone „gesegnet“ worden war.

Als die Volkskatastrophe immer größere Ausmaße annahm, wurde in gesellschaftlichen Organisationen der Werktätigen des Öfteren erwogen, die gewaltigen Werte in den Kirchen zu nutzen, um die Hungersnot zu lindern. Arbeiter und Bauern äußerten sich in zahlreichen Versammlungen in diesem Sinne. Im Januar 1922 wandten sich Vertreter der hungernden Gouvernements mit ähnlichen Gesuchen an die Sowjetregierung. Am 23. Februar beschloss das Gesamtrussische Zentralexekutivkomitee, „alle Wertgegenstände aus Gold, Silber und Edelsteinen, die sich im Besitz der Kirche befinden und deren Konfiskation den Kult selbst nicht wesentlich beeinträchtigen kann, zu beschlagnahmen“ und dem Hilfsfonds für die Hungernden zuzuführen. Daraufhin zeigte die reaktionäre Geistlichkeit ungeschminkt ihr wahres Gesicht. Patriarch Tichon wandte sich am 28. Februar 1922 mit einem Aufruf an alle „gläubigen Kinder der russischen orthodoxen Kirche“, in dem er über den Beschluss des Gesamtrussischen ZEK folgendes sagte: „Vom Standpunkt der Kirche aus ist ein derartiger Akt eine Gotteslästerung, und wir halten es für unsere heilige Pflicht, die Ansichten der Kirche zu diesem Akt zu äußern und unsere gläubigen Kinder davon in Kenntnis zu setzen… Wir können die Konfiskation oder auch freiwillige Spende von geweihten Gegenständen in Gotteshäusern nicht billigen. Deren Gebrauch außerhalb des Gottesdienstes ist von den Kanons der ökumenischen Kirche verboten und wird von ihr als Gotteslästerung bestraft. Laien werden exkommuniziert, Kirchendiener aus Amt und Würden entlassen.“

Das war ein unverhohlener Aufruf zum Ungehorsam, zur Sabotage des Beschlusses der Sowjetregierung. Tichons Appell wurde in den Kirchen verkündet, von Mund zu Mund weitergegeben und löste eine Welle von mitunter blutigen Unruhen aus. Am 12. März 1922 kam eine Kommission für die Beschlagnahme von Kirchenwerten in die Kathedrale der Stadt Schuja im Gouvernement Iwanowo-Wonessenk, wo sich bereits eine aufgeputschte Menge eingefunden hatte, die die Kommission mit Geschrei und Schimpfworten empfing. Die Mitglieder der Kommission wurden herumgestoßen und geschlagen. Die Kommission wollte einen Zusammenstoß vermeiden und beschloss daher, ihren Auftrag erst am 15. März zu erledigen. Aber an jenem Tage hatte sich entsprechend einem Appell der erzreaktionären Geistlichkeit eine noch größere Menge in und vor der Kathedrale versammelt. Als eine Milizstreife die Ordnung vor der Kathedrale herstellen wollte, wurde sie von der Menge mit Steinen empfangen. Die Glocken der Kathedrale läuteten anderthalb Stunden Sturm und peitschten die Menge auf. Aus der Menge waren Revolverschüsse zu hören. Die Rotarmisten wurden umringt, vier von den übrigen abgedrängt, entwaffnet und übel zugerichtet. Die Rotarmisten waren gezwungen, zu den Waffen zu greifen. Dabei wurden vier Menschen getötet. In einer Regierungserklärung zu dem Vorfall hieß es: „Seit das Dekret über die Konfiskation von Kirchenwerten zur Rettung der Hungernden und zur Wiederherstellung ihrer Existenz veröffentlicht worden ist, betreiben die Spitzen der Geistlichkeit offen eine verbrecherische Arbeit. Sie zeigt sich darin, dass sie regierungsfeindliche Appelle erlassen und dazu aufrufen, Gold, Silber und Brillanten nicht abzugeben, dass sie konterrevolutionäre Organisatoren aussenden und Beratungen der geistlichen Rädelsführer mit einflussreichen Laien, hauptsächlich ehemaligen Kaufleuten und hohen Beamten, die weiterhin eine führende Rolle unter den Gläubigen spielen, abhalten. Die oberste Geistlichkeit hält sich im Hintergrund und bemüht sich, überall die am wenigsten gebildeten Elemente der Bevölkerung, nämlich Greisinnen, Hysterikerinnen und sogar Kinder, in den Vordergrund zu schieben. Die Kirchenfürsten lassen sich allein davon leiten, die vom Volk geschaffenen kirchlichen Werte in ihrer Hand zu behalten. Sie verbreiten ungeheuerliche und unsinnige Gerüchte, behaupten, die Werte würden nicht für die hungernden Bauern, sondern für Zahlungen an Polen oder die Rote Armee u.a. m. verwendet. Auf dem Boden dieser verbrecherischen Agitation, deren Fäden in einem Führungszentrum zusammenlaufen, kam es an mehreren Orten zu Auseinandersetzungen, als die Kommissionen für die Beschlagnahme ihren Auftrag, der durch das Dekret des Präsidiums des Gesamtrussischen Zentralexekutivkomitees beschlossen worden ist, erfüllen wollten…

Der Regierung ist jeder Gedanke an ein wie auch immer geartetes Vorgehen gegen die Gläubigen und gegen die Kirche fremd… Die Wertgegenstände sind durch die Arbeit des Volkes geschaffen worden und gehören dem Volk. Die Ausübung der religiösen Riten leidet, wenn die wertvollen Gegenstände durch andere, schlichtere ersetzt werden, keinerlei Schaden. Für die Wertgegenstände kann man genügend Getreide, Saatgut, Zugvieh und Gerät kaufen, um nicht nur das Leben, sondern auch die Existenzgrundlage der Bauern im Wolgagebiet und den anderen von der Hungersnot betroffenen Gebieten der Sowjetischen Föderation zu retten. Dem Appell und der Forderung der Hungernden selbst sowie der Arbeiter, Bauern und Rotarmisten des ganzen Landes folgend beschloss das Präsidium des Gesamtrussischen Zentralexekutivkomitees, die kirchlichen Werte zu konfiszieren. Die überwiegende Masse der unteren Geistlichkeit hielt und hält dieses Dekret für unbedingt richtig und gerecht. Nur die Clique der Kirchenfürsten ist unersättlich bemüht, die Werte um jeden Preis in ihrer Hand zu behalten. Sie macht weder vor verbrecherischen Verschwörungen noch vor der Provozierung offener Meutereien halt… Die Sowjetregierung nimmt nach wie vor Rücksicht auf die Gläubigen und übt ihnen gegenüber Toleranz, aber sie duldet keine einzige Stunde, dass die oberste Geistlichkeit, die sich in Seide kleidet und mit Brillanten schmückt, im Staat der Arbeiter und Bauern einen besonderen Staat der Kirchenfürsten bildet.“

Der Widerstand der Oberschicht der Geistlichkeit wurde gebrochen. Dem Hilfsfonds für die Hungernden wurde eine große Anzahl von kirchlichen Wertgegenständen zugeführt, mit denen das Leben von Menschen gerettet werden konnte.

Durch die gewaltigen Anstrengungen der Kommunistischen Partei, des Sowjetvolkes, seiner Regierung und mit Hilfe des internationalen Proletariats gelang es, die Hungersnot im Jahre 1923 zu überwinden. Der Konterrevolution gelang es zur damaligen Zeit nicht, sie für ihre Ziele auszunutzen.

Entnommen aus dem Buch „Fiasko einer Konterrevolution“, Dietz Verlag Berlin 1982, Original-Autor David Golinkow, bearbeitet von Petra Reichel

Original-Text aus dem Buch „Fiasko einer Konterrevolution“, Original-Autor David Golinkow 

Inhaltsverzeichnis Ausgabe Dezember 2022

 

Kalenderblatt 1. Dezember: Ehrentag der Grenztruppen der DDR

 

Der „HOLODOMOR“ 1932/33 auf amerikanische Weise – und die Lüge vom Hungermord in der Ukraine

 

A.B. Martisrosjan: Die Ermordung Stalins – Hintergründe und Motive. Die Tragödie des sowjetischen Volkes.

 

„Einer für alle, alle für Einen.“

 

Die Grundpflichten der Sowjetbürger (Stand 1947)

 

„Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.“

 

Zum Schmunzeln – keine Aufklärung

 

Kolonialkrieg Deutschlands gegen die Herero 1904 – 1907

Grenztruppen der DDR

Kalenderblatt:

1. Dezember:
Ehrentag der Grenztruppen der DDR

Die Trommler - Archiv

Einsatzübung im Kreis Mühlhausen am 27. März 1982

Einsatzübung im Kreis Mühlhausen am 27. März 1982

Bildquelle:

„Bundesarchiv Bild 183-1982-0327-006, Kreis Mühlhausen, Einsatzübung von Grenztruppen“ von Bundesarchiv, Bild 183-1982-0327-006 / CC-BY-SA 3.0. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons – Bild ist entsprechend verlinkt

Die Grenztruppen waren in den Staaten des Warschauer Vertrags Schutzorgane, die dafür bestimmt waren die Unverletzlichkeit der Staatsgrenzen und die Ordnung und Sicherheit im Grenzgebiet zu gewährleisten.

Grenztruppen, bzw. Grenzschutz oder Grenzpolizei gab es zur damaligen Zeit und gibt es auch heute noch in zahlreichen anderen Staaten der Welt. Dort haben sie in der Regel auch eine innere Funktion. In der alten BRD war es der Bundesgrenzschutz, die heutige Bundespolizei. Z.B in der Schweiz sind es die Grenzwächter(Swissborderguard). Siehe You Tube Kanal der Swissborderguard. Die historischen Videos aus der Schweiz gibt es leider nicht mehr auf YouTube.

Im November 1946 wurden die ersten Einheiten der Deutschen Grenzpolizei aufgestellt. Offiziell galt der 01.12…

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Die Grundpflichten der Sowjetbürger (Stand 1947)

Eins vorweg: Hier wird nicht gegendert. 

Bildquelle: Nicola Pridik Bildvokabeln Recht https://www.npridik.de/bildvokabeln-recht/page/8/

1. Über Rechte und Pflichten

Wenn man Sowjetmenschen der älteren Generation fragte: „Wie war Ihre Einstellung zu den Pflichten, die Ihnen vom alten Staat auferlegt wurden, und zu den Gesetzen, die durch die Zarenregierung erlassen wurden?“, so antworteten sie: „Wir waren bestrebt, diesen Pflichten auszuweichen und die zaristischen Gesetze zu umgehen.“

Und das ist begreiflich, denn die Herren des alten Russlands waren die Gutsbesitzer und Kapitalisten. Sie hatten ihre den Werktätigen verhasste Ordnung errichtet. Die Rechte und Pflichten verteilten sie auf folgende Weise: die Rechte – der Bourgeoisie, die Pflichten – den Werktätigen.

Nehmen wir zum Beispiel die Arbeit. Wer hatte die Pflicht zu arbeiten? Ausschließlich die besitzlosen und besitzarmen Klassen – die Arbeiter und Bauernmassen. Wer genoss das Recht, die Früchte der Arbeit zu ernten und die Güter des Lebens zu genießen? Die Reichen, die Ausbeuterklassen – die Kapitalisten, Gutsbesitzer, Kulaken.

Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die Werktätigen danach trachteten, den ihnen vom bürgerlichen Staat auferlegten Pflichten sowie der Erfüllung der durch eine fremde Macht erlassenen Gesetze auszuweichen. Zwischen den Interessen der Werktätigen und Interessen des bürgerlichen Staates, der bürgerlichen Gesellschaft bestand ein tiefer, unversöhnlicher Gegensatz: was für die Bourgeoisie günstig war, war für die Werktätigen ungünstig und umgekehrt. Der führende Teil der Arbeiter und Bauern war bestrebt, die Macht der Bourgeoisie zu stürzen und die Macht der Werktätigen zu errichten. (Heute, nach dem Sieg der Konterrevolution, sieht das anders aus. P.R.)

Unter der Sowjetmacht wurden die Werktätigen zu Herren des Landes und führten ihre eigene Ordnung ein.

In der UdSSR gab es keine Rechte ohne Pflichten, genauso wie es keine Pflichten ohne Rechte gab. Nehmen wir die Arbeit. Wer war in der Sowjetunion zur Arbeit verpflichtet? Alle. Die Stalinistische Verfassung verkündete die Arbeit als „Pflicht und Ehrensache jedes arbeitsfähigen Bürgers“. Gleichzeitig räumte die Verfassung jedem Sowjetbürger das Recht auf die Früchte der Arbeit entsprechend der Menge und Qualität der von ihm geleisteten Arbeit ein. Umgekehrt entzog die Sowjetverfassung einem nichtarbeitenden, aber arbeitsfähigen Menschen das Recht, Früchte der Arbeit zu erhalten: „Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen.“  (Dieser Spruch ist aus heutiger Sicht kritisch zu sehen. Näheres: bitte Link klicken. P.R.)

 

Als vollberechtigte Herren im Lande hatten die Werktätigen sowohl Rechte als auch die Pflichten der Sowjetbürger selbst festgesetzt. Jede dieser Pflichten entsprach voll und ganz den lebenswichtigen Interessen der Werktätigen. In der UdSSR gab es keinen Gegensatz zwischen den Interessen der Werktätigen und des Staates, der Gesellschaft. Diese Interessen stimmten völlig überein. In der UdSSR wurde eine gerechte Gesellschafts- und Staatsordnung geschaffen. Diese wurde gefestigt und weiterentwickelt. Die Sowjetbürger waren bereit, die Ordnung zu verteidigen und ihr sowjetisches Heimatland mit allen Kräften zu schützen. Was war dazu notwendig? (zu Lebzeiten Stalins P.R.)

Dazu wurde von jedem Sowjetbürger vor allem gefordert, dass er ehrlich jene Pflichten, jene sowjetischen Gebote erfüllte, die von der Stalinschen Verfassung in den Artikeln 130-133 festgesetzt waren. Was waren das für Gebote?

2. Die Stalinsche Verfassung einhalten, die Sowjetgesetze befolgen

In der Verfassung waren die Grundlagen der sowjetischen Gesellschafts- und Staatsordnung niedergelegt. Jeder Sowjetbürger war der Tatsache eingedenk, dass die Stalinsche Verfassung eine Ordnung verankert hatte, bei der Ausbeutung, Unterdrückung des Menschen durch Menschen unmöglich war, eine Ordnung, bei der die Macht im Lande den Werktätigen gehörte. Die Verfassung war das Statut des gesamten Gesellschafts- und Staatslebens. Die strikte Befolgung der Verfassung gewährleistete die Blüte und die Macht des Sowjetlandes und folglich auch den persönlichen Wohlstand der Sowjetbürger.

Deshalb lautete das erste Gebot des Sowjetbürgers: die Verfassung der Sowjetunion sowie die Verfassungen der Sowjetrepubliken waren genauestens einzuhalten.

Die Stalinsche Verfassung war das Gesetz der Gesetze. Auf ihrer Grundlage wurden alle anderen Gesetze ausgearbeitet. In den sowjetischen Gesetzen kam der Wille der Werktätigen zum Ausdruck. In ihnen war niedergeschrieben, was die Vertreter des Volkes im Interesse des Sowjetstaates, im Interesse der gesamten Gesellschaft, das heißt aller Werktätigen, für richtig erkannt und für notwendig befunden hatten. Die Interessen des Sowjetstaates, der Gesellschaft sowie die Interessen der Sowjetbürger waren die gleichen. Wer die Sowjetgesetze nicht befolgte und verletzte, der widersetzte sich dem Willen des Volkes, der schädigte die Interessen des Sowjetstaates, der gesamten Gesellschaft.

Strikt und bedingungslos die Gesetze zu befolgen, das war das zweite gebot des Sowjetbürgers. Für die Verletzung der Sowjetgesetze wurden die Schuldigen je nach Schwere des Verbrechens und nach dem Schuldgrad des Verbrechers bestraft.

Bildquelle: Nicola Pridik, Bildvokabeln Recht https://www.npridik.de/bildvokabeln-recht/?search=Gericht
Bildquelle: Nicola Pridik, Bildvokabeln Recht https://www.npridik.de/bildvokabeln-recht/?search=Gefängnis

3. Die Arbeitsdisziplin wahren

In der alten Zeit fing ein Neuling, der gerade in ein Werk gekommen war, gewöhnlich an, aus allen Kräften zu arbeiten. Aber die Kameraden dämpften bald seinen Eifer: „Was strengst du dich denn an? Für den Säckel des Unternehmers etwa?“ Und in der Tat, eine eifrige Arbeit im kapitalistischen Betrieb bereicherte den Besitzer nur noch mehr, brachte aber dem Arbeiter keinen Nutzen ein. Die Arbeitsorganisation im kapitalistischen Betrieb wurde vor allem durch Hungerdisziplin aufrechterhalten. Der Arbeiter befürchtete, bei schlechter Arbeit vor die Tür gesetzt zu werden und dann hungern zu müssen. (Ähnlich sieht es heute aus. Auch wenn es nicht überall der nackte Hunger ist, der als Konsequenz droht, so ist es die geringe Unterstützung mit Gängelung. Diese Aussicht wirkt ebenso abschreckend. Insbesondere nach dem weltweiten Sieg des Kapitalismus. Durch falsche Hoffnungen und/oder durch Angst den Arbeitsplatz zu verlieren, Beeinflussung durch die Faullenzerdiskussion, und vielerlei anderen Gründen sind arbeiten die Leute im Kapitalismus sehr eifrig. Die Vertreter des Kapitals freut es. P-R.)

Das hatte sich während der Sowjetmacht in grundlegender Weise geändert. Die Wirtschaftsbetriebe gehörten in der UdSSR dem Staat oder den Kollektivwirtschaften und Genossenschaften. Je eifriger die Arbeiter und Kollektivbauern arbeiteten, desto reicher wurde der Sowjetstaat und die Sowjetgesellschaft, die sich nur aus Werktätigen zusammensetzte, um so reicher wurden die Kollektivwirtschaften, um so mehr erhielten die Arbeiter und Kollektivbauern für ihre Arbeit, um so besser wurden sie versorgt. Die Werktätigen wurden selbst zu Herren im Lande. Sie arbeiteten nur für sich selbst und waren daran interessiert, möglichst gut zu arbeiten. Deshalb beruhte die Organisation der Arbeit in den sozialistischen Betrieben auf einer freien, bewussten Disziplin der Werktätigen selbst.

Ohne eine solche freie, bewusste Disziplin wären in den Sowjetbetrieben der sozialistische Wettbewerb der Werktätigen um die rascheste Erfüllung und Übererfüllung der Erzeugungsaufgaben sowie die Stachanow-Bewegung unmöglich gewesen. Die Stachanow-Arbeiter waren führende Arbeiter und Bauern, welche die Technik ihrer Arbeit beherrschten. Die Stachanow-Arbeiter erfanden täglich eine Unmenge von verbesserten Arbeitsmethoden und technischen Vervollkommnungen zur Erhöhung der Arbeitsproduktivität. In jedem Betrieb gab es „Zweihundertprozentler“, „Dreihundertprozentler“ und manchmal sogar „Tausendprozentler“, das heißt Stachanow-Arbeiter, welche die Produktivität ihrer Arbeit im Vergleich zur Norm verdoppelt, verdreifacht oder verzehnfacht haben. Sie dienten als Vorbild für die übrigen Arbeiter. (Im Kapitalismus sind solche eifrigen Arbeiter Arbeiterverräter. P.R.) 

Siehe auch: „Der Aufbau des Sozialismus in der UdSSR“ P.R.)

Die Entlohnung der Arbeit in der UdSSR erfolgte entsprechend der Menge und Qualität der geleisteten Arbeit. Werktätige, die besondere Leistungen aufzuweisen hatten, erhielten Prämien und wurden durch Urkunden, Abzeichen, Medaillen und Orden ausgezeichnet.  Die höchste Auszeichnung für Arbeitsleistungen war der Titel des „Helden der Sozialistischen Arbeit“. Er wurde bei gleichzeitiger Aushändigung des Lenin-Ordens und der goldenen Medaille „Sichel und Hammer“ für außerordentliche Verdienste zuerkannt, die zur Entwicklung der Volkswirtschaft, Kultur und Wissenschaft, zum Wachstum der Macht und des Ruhms der Sowjetunion beigetragen hatten. (Auch in der kapitalistischen Welt gab, bzw. gibt es Arbeiter, die hohe Leistungen und besonderen Einsatz aufzuweisen hatten. In der Regel sind diese Helden der Arbeit unsichtbar geblieben. Nur in Ausnahmefällen wurden diese geehrt. P.R.)

Unter den Helden der Sozialistischen Arbeit waren hervorragende Staatsmänner, Wirtschaftler, Konstrukteure und Gelehrte, aber auch einfache Arbeiter und Kollektivbauern zu finden.

Die Entlohnung der Arbeit nach Menge und Qualität sowie besondere Auszeichnungen für hervorragende Arbeit dienten als überaus wichtiges Erziehungsmittel, welche die Werktätigen zur disziplinierten, gewissenhaften Erfüllung und Übererfüllung der Arbeitsaufgaben anregten und aufmunterten.

4. Den gesellschaftlichen Pflichten nachkommen


In seinem Buch „Südural“ berichtet der Schriftsteller L. Nikulin folgende Episode.

Ein schwerer, mit Panzern und Munition beladener Transportzug war auf dem Weg an die Front. Der Lokomotivführer steigerte das Tempo, das die Eisenbahnbauten und Stationen nur so vorbeiflogen. Plötzlich kreischten die Bremsen, und der Zug hielt mitten in der Steppe. „Was ist hier los?“ fragte Obersergeant Rodinow, der zur Lokomotive gerannt kam. „Der hintere Kontrollstopfen ist am Gewinde undicht geworden, der Kessel kann explodieren“, antwortete der Lokomotivführer. „Bis zum nächsten Depot werden wir noch irgendwie hin kriechen…Den Stopfen nachzuziehen, wäre eine Kleinigkeit, aber das Feuer muss gelöscht werden. Dadurch scheidet die Maschine für einen ganzen Tag aus. Dabei haben wir so einen wichtigen Transport! Jede Minute ist kostbar.“ Er trat zur Feuerkiste und öffnete die Klappe. Die Flamme schlug wütend heraus. Plötzlich warf der Lokomotivführer einen sonderbaren Blick auf seinen Gehilfen und kommandierte: „Alles auf! Luft `rein! Durchzug!“ „Jetzt Kohle drauf!“ befahl der Lokomotivführer. Die blutigrote Flamme begann unter der wachsenden Schicht schwarzer Kohle allmählich zu erlöschen. Giftige Gase schlugen unter der Schicht empor. Oben im Kessel tobte der bis auf 10 Atmosphären zusammengepresste Dampf. „Los, pass auf!“ sagte der Lokomotivführer heiser. „Wenn was ist, ziehst mich zurück.“ Und er verschwand in der finsteren glutspeienden Öffnung der Feuerkiste. Es vergingen quälend lange Augenblicke. Rodionow, der Dutzende von Malen dem Tod ins Auge geblickt hatte, der selbst beinahe im Panzer verbrannt wäre, fühlte, wie ihm zwischen den Schulterblättern Schweißtropfen den Rücken entlangliefen. Endlich erschien eine schwarze, gebeugte Silhouette in der Öffnung. Der Lokomotivführer sank fast in Rodionows Arme. Sein Gesicht war spitz geworden und völlig schwarz vor Ruß. Er atmete tief und gierig die kalte, feuchte Luft ein. Dann sagte er: „Fertig…Wir können…abfahren…“ „Lokomotivführer!“ sagte Rodionow mit stockender Stimme. Dieser schaute ihn schweigend an. „Hör mal Genosse! Wie heißt du?“ „Tschernischow.“ „Aus welchem Depot?“ „Troizkoje. Wozu fragst du denn?“ „Bloß so. Ihr seid ein gutes Volk, ihr Uraler!“ Rodionow umarmte den Lokomotivführer und sprang von der Lokomotive herunter. Es klirrten die Puffer. Der Zug begann die Geschwindigkeit zu steigern….


Wir wollen uns fragen: was hat eigentlich den Lokomotivführer Tschernichow zu solch einer aufopfernden Tat bewogen?

Er wurde durch hohes Bewusstsein der gesellschaftlichen Pflicht bewogen. Er war sich bewusst, dass die Interessen genau solcher Werktätiger, wie er selbst einer war, die Interessen der Sowjetgesellschaft des Landes, wo die Werktätigen selbst die Herren waren, diese Tat von ihm forderten. Er fühlte seine innere Verbundenheit mit der gesamten Gesellschaft, mit dem gesamten Lande und setzte ihretwegen sein Leben ein.

Ein solch hohes Bewusstsein der gesellschaftlichen Pflicht konnte es im alten Russland (und kann es im heutigen Russland P.R.) natürlich nicht geben und gibt es auch in keinem kapitalistischen Land, wo die Gesellschaft in feindliche Klassen mit gegensätzlichen Interessen geteilt ist. (Heute ist ein solcher Einsatz undenkbar. P.R.)

Die gesellschaftliche Pflicht des Sowjetbürgers forderte vor allem eine ehrliche Befolgung der durch die Sowjetmacht festgesetzten Gesetze. Das Gesetz brachte in der UdSSR zum Ausdruck, was die besten, von dem gesamte Volk erwählten Vertreter als im Interesse der gesamten Gesellschaft für notwendig und obligatorisch anerkannt hatten. Die Forderungen des Gesetzes, die vom sowjetischen Bürger begriffen wurden, waren für ihn Gebote der gesellschaftlichen Pflicht, die er nicht aus Furcht vor Strafe, sondern freiwillig erfüllte, weil er sich der Notwendigkeit dieser Forderungen für die Gesellschaft, für das Land bewusst war.

Die Auffassung, die der führende Teil der Sowjetbürger von der gesellschaftlichen Pflicht hatte, ging weit über die unmittelbaren Forderungen des Gesetzes hinaus. Unter gesellschaftlicher Pflicht verstand er alles, was zur Festigung und Entwicklung der sozialistischen Gesellschaft, für das Wohl des sozialistischen Heimatlandes notwendig und nützlich könnte.

So forderten zum Beispiel das Gesetz und die Dienstregeln vom Lokomotivführer Tschernichow, dass er, wenn er an der Lokomotive einen Defekt entdeckt, diese mit aller Vorsicht bis zum nächsten Depot zu bringen und zur Reparatur abzuliefern hatte. Aber dadurch wäre der Zug an die Front um einen ganzen Tag verspätet eingetroffen. Und das hohe Pflichtgefühlt des Sowjetbürgers diktierte Tschernichow einen anderen Entschluss, obwohl dieser mit Gefahr für sein Leben verbunden war.

Das sowjetische Gesetz forderte von jedem die Erfüllung der Erzeugungsnormen. Die führenden Arbeiter und Kollektivbauern, die Stachanow-Arbeiter erfüllten aber nicht nur die Erzeugungsnormen, sondern übertrafen diese um ein Vielfaches. Es kam immer wieder vor, dass eine Arbeitsbrigade, die einen eiligen Auftrag erhielt, tagelang die Werkhallen nicht verließ, um die Arbeit vor Ablauf der Frist abliefern zu können.

Die gesellschaftliche Pflicht- wie sie von den führenden Sowjetbürgern verstanden wurde – forderte, dass jeder sich mit Leib und Seele für die Sache der Gesellschaft einsetzt, dass er die gesellschaftlichen Interessen über seine persönlichen Interessen stellt, dass er alles bekämpft, was der sozialistischen Gesellschaft und dem Land Schaden zufügen könnte. Der bewusste Sowjetbürger, der in seinem Werk, in seiner Kollektivwirtschaft einen Missstand bemerkte, warte nicht ab, bis dieser beseitigt worden war, sondern griff selber ein. Wenn die Stachanow-Arbeiter feststellten, dass einige Arbeiter die Norm nicht erfüllen konnten, bemühten sei sich, den zurückbleibenden Kameraden zu helfen und ihnen ihre Erfahrungen mitzuteilen. (Heute undenkbar. P.R.)  So erreichten sie eine allgemeine Steigerung der Arbeitsproduktivität. Ein bewusster Sowjetbürger hätte keinen Fall einer unehrlichen und erst recht einer verbrecherischen Einstellung seinen Pflichten gegenüber geduldet, ohne die sowjetische Öffentlichkeit zum Kampfe gegen derartige Fälle aufzurufen.

Durch die Vorbilder einer selbstlosen Erfüllung der gesellschaftlichen Pflicht wurden sowohl aus der Jugend als auch aus den erwachsenen Bürgern bewusste aktive Mitglieder der sozialistischen Gesellschaft erzogen, die bereit waren, alle ihre Kräfte und – falls notwendig – auch das Leben für das Wohl des sowjetischen Heimatlandes hinzugeben. (Nach Stalins Tod ist das alles langsam, aber sich aufgeweicht worden. Die Unzufriedenheit in der Bevölkerung wuchs. So wurde langsam, aber sicher der Nährboden für die Konterrevolution bereitet. P.R.)

5. Die Regeln des sozialistischen Gemeinschaftslebens achten

Unter sozialistischem Gemeinschaftsleben verstand die Verfassung die gesamte sozialistische Gesellschaft. In der Verfassung wurde von jenen Verhaltensregeln gesprochen, welche die Sowjetbürger in ihren Beziehungen zur Gesellschaft und untereinander einzuhalten hatten.

Regeln des Gemeinschaftslebens gibt es natürlich in jeder menschlichen Gesellschaft. Ihr Wesen hängt von der Gesellschaftsordnung des betreffenden Landes ab. Wie eine Gesellschaftsordnung ist, so sind auch die Regeln des Gemeinschaftslebens.

Im alten und heutigen Russland war und ist wieder das Privateigentum an den Produktionsmitteln die Grundlage der Gesellschaftsordnung. Das Privateigentum bietet dem einen Menschen die Möglichkeit, andere Menschen auszubeuten und zu unterdrücken. Die alte (und wieder neue P.R.) Gesellschaft, so sagte Lenin, beruht(e) auf dem Prinzip: entweder du raubst den anderen aus, oder er raubt dich aus, entweder du arbeitest für den anderen oder für dich. Das Privateigentum trennt die Menschen und schafft unter ihnen Verhältnisse des Misstrauens, der Feindschaft, des Kampfes. Es ist begreiflich, dass die bürgerliche Gesellschaft die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen sowie alle Beziehungen zwischen den Menschen und alle Verhaltensmaßregeln, die sich daraus ergeben, zulässt und rechtfertigt. Die praktischen Regeln des bürgerlichen Gemeinschaftslebens kommen anschaulich in alten Sprichwörtern zum Ausdruck, wie zum Beispiel: „Jeder für sich, Gott allein für alle“, „Das eigene Hemd ist am nächsten“ usw..

Der zeitweilige Sieg des gesellschaftlichen, sozialistischen Eigentums in der gesamten Volkswirtschaft der UdSSR machte die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen unmöglich. Das gesellschaftliche, sozialistische Eigentum einte die Menschen auf der Grundlage der gemeinsamen Arbeit in gesellschaftlichen Betrieben und schaffte unter ihnen ein Verhältnis des Vertrauens, der Freundschaft und der Kameradschaft.

Auf dieser Grundlage entstanden in der UdSSR ganz andere Regeln des Gemeinschaftslebens, die den Regeln der bürgerlichen Gesellschaft direkt entgegengesetzt waren und die immer tiefer in das Bewusstsein aller Sowjetbürger eindrangen.

Die sozialistische Gesellschaft verurteilte natürlich scharf die Ausbeutung und Unterdrückung des Menschen durch den Menschen sowie alle Verhältnisse und Verhaltensmaßregeln, die damit in Zusammenhang stehen. In der Sowjetgesellschaft stießen die geringsten Versuche, der Arbeitspflicht auszuweichen und auf Kosten der Arbeit der anderen ein Nichtstuerleben zu führen, auf heftige Verurteilung. (Ist aus heutiger Sicht kritisch zu sehen. Auch im Sozialismus wurde der Wert eines Menschen an seiner Erwerbsarbeit gemessen. P.R.)

Die Bürger der UdSSR verurteilten und verachteten jene Überreste der alten (und jetzt wieder neuen P.R.) Welt, jene schwarzen Schafe in der Sowjetfamilie, die sich in die enge Eierschale persönlicher, selbstsüchtiger Interessen einschließen und nur um ihr eigenes Wohlergehen besorgt sind. (Diesen gelang es mit der Zeit sich trotzdem einzuschleichen. Während der Konterrevolution raubten sie sich Partei- und Volksvermögen zusammen und sind dann zu Oligarchen aufgestiegen. P.R.)

Die sozialistische Gesellschaft forderte von ihren Mitgliedern, dass sie sich in ihrem ganzen Verhalten vor allem durch die Interessen der Gesellschaft, des Staates leiten lassen. Die sozialistische Gesellschaft forderte brüderliche gegenseitige Hilfsbereitschaft, brüderliches Verhalten gegenüber den Werktätigen aller Nationen und Rassen der sowjetischen Völkerfamilie, kameradschaftliche Einstellung zur Frau als zum gleichberechtigten Mitglied der Gesellschaft (Das schafft man nicht durch gendern. P.R.), rührende Fürsorge um Kinder und Greise (heute würde man sagen Senioren P.R.), Achtung vor der Menschenwürde, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit usw.

Diese Forderungen der Gesellschaft an ihre Mitglieder kamen in solchen Regeln des sozialistischen Gemeinschaftslebens zum Ausdruck, wie zum Beispiel: „Einer für alle, alle für einen.“ (Diesen Spruch findet man auch in bürgerlichen Gesellschaften, aber in anderen Zusammenhängen. P.R.)

Der Sowjetbürger sonderte sein persönliches Leben, seine persönlichen Interessen nicht von den großen Interessen des Heimatlandes ab. Die Sowjetbürger stellten die Interessen des Sowjetstaates an erste Stelle. (Das hat sich später, insbesondere nach dem Tode Stalins, nach und nach zum Schlechten geändert. P.R.)

6. Das gesellschaftliche, sozialistische Eigentum hüten und festigen

Im Zaristischen Russland hätte man vom gesellschaftlichen, sozialistischen Eigentum wohl nur auf einer illegalen Versammlung von einem bolschewistischen Agitator (Propagandist P.R.) etwas zu hören bekommen.

Die Kapitalisten, Gutsbesitzer, Kulaken und bürgerlichen Schriftsteller hoben das Privateigentum in den Himmel. Sie redeten den Arbeitern und Bauern ein, dass das Privateigentum die Grundlage für den Wohlstand eines jeden sei. „Arbeitet“, so sagten sie, im Schweiße des Angesichts, seid sparsam, legt etwas zurück, und ihr werdet es zu einem reichen und glücklichen Leben für euch und eure Kinder bringen.“  Aber das war nur eine Täuschung der werktätigen Massen. (An dieser Propaganda hat sich bis heute nichts geändert.  Diese ist heute umso wirksamer, da sie durch die modernen Medien transportiert wird. Als es noch die sozialistischen Länder in Europa gab, wurde durch westlichen Einfluss die Bevölkerung Glauben gemacht, dass die kapitalistische Wirtschaftsordnung mehr Wohlstand für alle bringen würden. Viele machten sich diese Illusion zu eigen. Die Konterrevolution konnte marschieren. P.R.)

Wenn man damals die alten Arbeiter fragte, was für sie Privateigentum bedeutete, antworteten sie einem, dass die außer ihren Arbeiterhänden und einem elenden Hausrat niemals irgendeinen Besitz ihr Eigen nannten, während das „gepriesene“ Privateigentum für sie hemmungslose Ausbeutung ihrer Arbeit durch die Kapitalisten bedeutete.

Wenn man damals die alten Bauern fragte, so erinnerten sie sich daran, wie die Bauern geschlagen, ausgepeitscht, verurteilt und in die Kerker geworfen wurden, weil sie Holz im Wald des Gutsbesitzers geschlagen oder aber im Wald gejagt oder Beeren gesammelt hatten. Sie erinnerten sich auch daran, wie den Bauern der Besitz weggenommen und für die Schulden beim Gutsbesitzer und Kulaken das letzte Schaft vom Hof getrieben und wie dem Bauern das Hemd ausgezogen wurde. Und mit welchem Recht? Nach dem Gesetz von dem „gepriesenen“ Privateigentum! (Heute sind die nicht mehr überall so drastisch. Allerdings ist dies in vielen Ländern noch oder wieder der Fall. Scheinheilig wird über das Schicksal der Bauarbeiter in Katar, welche die Stadien für die WM 2022 erbaut haben, diskutiert. Das ist nichts anderes, als der Kapitalismus in Reinkultur. Auch über die Zustände in anderen Ländern wird sich scheinheilig empört. Andererseits ist der Kapitalismus froh, dort auf billige Arbeitskräfte zurückgreifen zu können. Durch die Existenz der sozialistischen Länder in Europa mussten die Kapitalisten Zugeständnisse machen. Darum ist die Lage in Westeuropa besser, da die sozialistischen Länder als  Konkurrenz sich in Nachbarschaft befanden.  Nach der Niederlage des Sozialismus in Europa werden diese Zugeständnisse aber nach und nach abgebaut. P.R.)

Das war und ist die Kehrseite des „heiligen und unantastbaren“ Privateigentums, die der Arbeiter und Bauer zu sehen bekam, bzw. bekommt. Unantastbar war, bzw. ist nur das Eigentum der Großbesitzer. Das Eigentum der Kapitalisten, Gutsbesitzer und Kulaken wurde von Polizisten, Landgendarmen, Gerichtsvollziehern und Richtern wie von Kettenhunden bewacht. (Heute kommen private Wachdienste hinzu. P.R.) Der Schutz des Privateigentums bedeutete in Wirklichkeit den Schutz ihrer Reichtümer, den Schutz ihrer „Rechte“ auf Ausbeutung der Armen.

Gewalt und Macht der Gutsbesitzer und Kapitalisten beruhten auf dem Privateigentum. Das Privateigentum an Produktionsmitteln war, bzw. ist die Grundlage der gesamten kapitalistischen Ordnung mit ihrer Ausplünderung und Vergewaltigung der Massen.

Das alles hatte sich in der Sowjetunion grundlegend geändert, seit die Macht der Bourgeoisie gestürzt und das gesellschaftliche, sozialistische Eigentum an Produktionswerkzeugen und -mitteln eingeführt wurde. Das gesellschaftliche Eigentum war die Grundlage, auf der die Sowjetmenschen eine neue, sozialistische Ordnung aufgebaut und ein glückliches, gesichertes Leben für alle Werktätigen wirklich geschaffen hatten.

Jeder Werktätige war mit Leib und Seele daran interessiert, das sozialistische Eigentum als heilige und unverletzliche Grundlage der Sowjetordnung, als Quelle des Reichtums und der Macht der Heimat, als Quelle des wohlhabenden und kulturvollen Lebens aller Werktätigen zu hüten, zu festigen und zu mehren. (Nach dem Tode Stalins ist dies immer mehr aufgeweicht und ist am Ende ganz abhandengekommen. Die Konterrevolution konnte marschieren. P.R.)

7. Ehrenpflicht der Bürger der UdSSR

Es ist aus der Geschichte des Sowjetlandes bekannt, dass die junge Sowjetrepublik von den ersten Tagen ihres Bestehens an einen überaus schweren bewaffneten Kampf gegen die ausländischen Interventen und gegen die innere Konterrevolution führen musste. W.I. Lenin sagte: „Um die Macht der Arbeiter und Bauern vor den Räubern, das heißt vor den Gutsbesitzern und Kapitalisten zu schützen, brauchen wir eine mächtige Rote Armee.“ Die Hauptorganisatoren und Führer der Roten Armee waren W.I. Lenin und J.W. Stalin. Wie ein Lieblingskind zogen sie die Rote Armee groß. Ihre nächsten Gehilfen bei der Organisation und Führung der Roten Armee waren M.W. Frunse und K.J. Woroschilow.

Die Rote Armee wurde auf den Schlachtfeldern, im Feuer der Kämpfe gegen die Feinde der Sowjetmacht geboren und gestählt. In den Jahren 1918-1920 verteidigte die Rote Armee, vom Sowjetvolk einmütig unterstützt, in einem schweren und ruhmreichen Kampf gegen die Feinde der Arbeiter- und Bauernmacht die Errungenschaften der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution. Ohne die Rote Armee hätte es keine freie und unabhängige Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken gegeben.

In den Jahren 1941-1945 behauptete die Rote Armee die Freiheit und Unabhängigkeit der Sowjetunion in einem beispiellos heroischen Kampf gegen das faschistische Deutschland und seine Komplizen. Die Rote Armee zog drei Viertel der faschistischen Armeen auf sich und zerschmetterte einen gewaltigen, den besten Teil der Streitkräfte des Feindes. Dadurch gab sie den verbündeten Staaten -Großbritannien und den USA- die Möglichkeit, ihre Kräfte zu sammeln und den Schlag gegen den gemeinsamen Feind zu führen. Die Streitkräfte des faschistischen Deutschlands und seiner Komplizen wurden vor allem und in der Hauptsache durch die Rote Armee zerschlagen. Der deutsch-faschistische Staat, der den Boden von ganz Europa mit Blut getränkt hatte, wurde vernichtet. Die Rote Armee befreite das Sowjetland von der ständigen Bedrohung durch eine deutsche Invasion im Westen. Anschließend zwang die Rote Armee durch ihre entschlossenen und geschickten Operationen im Fernen Osten den letzten Raubstaat, der den Krieg fortsetzte, den Hauptverbündeten des faschistischen Deutschlands – Japan, die Waffen zu strecken. Damit trug die Rote Armee zur rascheren Beendigung des II. Weltkrieges mit einem vollen Sieg der demokratischen Länder bei. Die Rote Armee befreite das Sowjetland von der ständigen Bedrohung durch eine japanische Invasion im Osten.

Die Rote Armee hat nicht nur ihr Land von den fremden Eindringlingen befreit. Sie hat auch in Ehren die hohe und edle Aufgabe erfüllt, die unter das Joch der deutschen Faschisten geratenen Völker Europas zu befreien, sie bei ihrem Befreiungskampf zu unterstützen. Die Rote Armee brachte allen jenen Menschen Freiheit, die in die faschistischen Kerker und Konzentrationslager geraten, zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt oder im eigenen Lande von den faschistischen Eroberern versklavt worden waren. Die Rote Armee befreite viele Millionen der Bevölkerung Ost- und Mittelasiens aus der Sklaverei der japanischen Eindringlinge. Die Sowjetische Armee unterschied sich grundlegend von den Armeen aller anderen Staaten. (Stand 1947 P.R.)

Die erste und wichtigste Besonderheit der Sowjetischen Armee bestand darin, dass die von der Staatsgewalt der durch die Oktoberrevolution befreiten Arbeiter und Bauern geschaffen wurde und den Interessen des Sowjetstaates diente. Sie hielt Wacht über alle Errungenschaften des Sowjetvolkes. Sie verteidigte das Land der Sowjetmenschen, ihre Werke, Fabriken, ihre Kollektivwirtschaften und Sowjetgüter, ihre Schulen und Universitäten, ihre Kulturschätze, ihre Freiheit und Unabhängigkeit, ihre sozialistische Sowjetheimat gegen die Feinde der Sowjetmacht.

Deshalb liebte das Sowjetvolk seine Sowjetische Armee, sorgte für sie und war stolz auf sie. In der UdSSR bildeten Volk und Armee eine einzige Familie, und das war eine der Kraftquellen der Sowjetischen Armee.

Die zweite wichtige Besonderheit der Sowjetischen Armee bestand darin, dass sie eine Armee war, die den einst unterdrückten Völkern des eigenen Landes Freiheit brachte, dass sie eine Armee zur Verteidigung aller nationalen Sowjetrepubliken, eine Armee der brüderlichen Eintracht aller Völker der Sowjetunion war. Deshalb wurde auch die Sowjetische Armee von allen Nationalitäten, die das Sowjetland bevölkerten, eifrig und einmütig unterstützt, und das war die andere Kraftquelle der Stärke der Sowjetischen Armee.

Die dritte wichtige Besonderheit der Sowjetischen Armee bestand darin, dass sie im Geiste der Achtung der Rechte anderer Völker erzogen war, dass sie eine Armee zur Verteidigung der Rechte eines jeden Volkes auf Freiheit und Unabhängigkeit, eine Armee des Friedens und der Freundschaft zwischen den Völkern aller Länder war.

Das ist auch der Grund, weshalb die Sowjetische Armee die Sympathien und die Unterstützung aller freiheitsliebenden Völker der Welt genoss.

Die Verfassung der UdSSR bezeichnete den Militärdienst in den Streitkräften der Sowjetunion als Ehrenpflicht der Bürger der UdSSR.

Die Kommandeure der Sowjetischen Armee stammten ebenso sie die Soldaten aus den Reihen der Arbeiter, Bauern und Intellektuellen. In der Sowjetischen Armee gab es keine Klassenunterschiede, wie sie zwischen den Offizieren und Soldaten der Armeen kapitalistischer Länder üblich sind. Die Offiziere und Soldaten der Sowjetischen Armee stellten eine einheitliche Kampfgemeinschaft dar, die nicht nur durch eine hohe militärische Disziplin, sondern auch durch eine weitgehende innere moralisch-politische Einheit – Einheit der Ansichten, Bestrebungen und Ziele- sowie durch bedingungslose Treue dem sowjetischen Heimatland gegenüber zusammengeschweißt ist. Die Sowjetische Armee wahrte die besten Kampftraditionen der alten russischen Armee, die das Heimatland ehrenvoll verteidigt und dessen Feinde geschlagen hat. Die Sowjetische Armee übernahm die flammende Begeisterung, den beispiellosen Opfergeist und das unvergleichliche Heldentum der Kämpfer der größten Revolutionen – der Sozialistischen Oktoberrevolution.

Die von Stalin erzogenen begabten Feldherren ließen sich bei ihren Operationen durch die von ihm entwickelte fortgeschrittene Militärwissenschaft leiten. Unter dieser Führung erwarb sich die Sowjetische Armee ihre vortrefflichen Kampfqualitäten und ihre unvergleichliche Kunst, den Feind zu schlagen.

8. Die Verteidigung des Vaterlandes ist die heilige Pflicht eines jeden Bürgers der UdSSR

Worin bestand die heilige Pflicht eines jeden Bürgers der UdSSR bei der Verteidigung des sowjetischen Vaterlandes? Auf diese Frage gab J.W. Stalin die Antwort. In seiner bekannten Rundfunkrede an das Volk am 3. Juli 1941 entwickelte er ein ganzes Kampfprogramm zur Verteidigung des sowjetischen Vaterlandes. Er sagte, dass nicht nur die Soldaten und Kommandeure der Roten Armee und der Roten Flotte, sondern auch alle Bürger der Sowjetunion jeden Fußbreit sowjetischen Bodens verteidigen und um ihre Städte und Dörfer bis zum letzten Blutstropfen kämpfen müssen. Er rief das ganze Volk auf, die Rote Armee in ihrem Kampf gegen den Feind allseitig zu unterstützen. Er rief dazu auf, im Rücken des Feindes einen Partisanenkrieg zu entfachen. Weshalb fand dieser Apell J.W. Stalins einen solch begeisterten und einmütigen Widerhall bei dem Sowjetvolk? Weshalb kämpfte es ohne Rücksicht auf die Opfer so hingebungsvoll bis zum Ende – bis zum vollen Sieg der Sowjetunion? Es ist auch früher mehr als einmal vorgekommen, dass das russische Volk zusammen mit den anderen Völkern seines Landes heldenmütig gegen fremde Eindringlinge kämpfte und diese besiegte. Aber seit der Zeit, da im Lande die Sowjetmacht errichtet wurde, gewann die Verteidigung des Heimatlandes für die Volksmassen einen ganz besonderen Sinn und eine außerordentlich große Bedeutung.

In den Jahren 1918-1920 verteidigten die Volkmassen gegen den Feind zum ersten Mal in der Geschichte nicht nur ihr Heimatland, sondern auch ihre eigene Macht, die sie soeben in ihrem eigenen Land geschaffen hatten. Sie verteidigten gegen den Feind den mit Schweiß und Blut getränkten Boden, den sie gerade den Gutsbesitzern, ihre Fabriken und Werke, die sie gerade den Kapitalisten weggenommen hatten. Sie kämpften um ihr wahres, sowjetisches Vaterland, das sie gerade geschaffen hatten und in dem sie gerade uneingeschränkte Herren geworden waren.  Deshalb vermochte auch das in jenen Jahren schwache, ausgezehrte und schlecht bewaffnete Sowjetland mit allen starken und zahlreichen Feinden fertig zu werden. Lenin sagte damals: „Das Volk ist niemals zu besiegen, das in seiner Mehrheit begriffen und verspürt hat, dass es seine eigene, die Sowjetmacht verteidigt, dass es um seine Sache kämpft, die ihm und seinen Kindern die Möglichkeit gewährleisten wird, alle Früchte seiner Arbeit und alle Segnungen der Kultur zu genießen.“

Mehr als 20 Jahre später musste das Sowjetvolk wieder seine Macht und sein Sowjetland heldenmütig gegen fremde Eindringlinge verteidigen. Diesmal kämpfte ein Sowjetvolk, das bereits erfahren hat, was freies Leben innerhalb der neuen, sozialistischen Sowjetordnung bedeutet. Diesmal kämpfte es in voller Einmütigkeit nicht nur um die Möglichkeit alle Früchte seiner Arbeit und alle Segnungen der Kultur zu genießen, sondern auch um die bereits bestehenden, von ihm selbst geschaffenen großen Güter der freien, einträchtigen Arbeit.

Um so weniger wird es jemanden gelingen, ein solches Volk zu besiegen. Der sowjetische Patriotismus kam aus dem Gefühl der glühenden Liebe zu seinem Heimatland, in dem er geboren wurde und heranwuchs, zum Ausdruck. Im sowjetischen Patriotismus fand die grenzenlose Ergebenheit der Sowjetbürger ihrem großen Heimatland- der Sowjetunion gegenüber Ausdruck, die allen Sowjetvölkern ein freies und glückliches Leben gewährleistet hatte. Im sowjetischen Patriotismus äußerte sich auch die Kraft der moralisch-politischen Einheit, die unlösbare brüderliche Verbundenheit des Sowjetmenschen mit der gesamte Sowjetgesellschaft, die Kraft des gerechten Hasses der Sowjetbürger gegen die Feinde des Heimatlandes sowie der unerschütterliche Glaube an die volle Gerechtigkeit ihres großen Werkes. Der sowjetische Patriotismus verzehnfachte die Kräfte des Sowjetvolkes im Kampf gegen seine Feinde, überwand alle Schwierigkeiten und räumte Hindernisse aus dem Weg. Die Quelle der Arbeitsgroßtaten der Sowjetmenschen in der Heimat, so sagte J.W. Stalin, ebenso wie der unvergänglichen Kampftaten der sowjetischen Krieger an der Front ist im glühenden und lebensspendenden Sowjetpatriotismus zu suchen. Der Sowjetpatriotismus war eine der Hauptquellen der großen Stärke und Macht der Sowjetunion.

(Nun ja, bei den nächsten Generationen hat es anders ausgesehen, denn nach seinem Tod wurde Stalin verdammt. Der Niedergang begann dann langsam aber stetig über Jahrzehnte hinweg bis zum Sieg der Konterevolution 1989/90. So war der opfereiche Kampf letztendlich umsonst. P.R.)

Entnommen aus „Das Sowjetland“, Band 3 aus dem Jahre 1947, Original-Autor W.A. Karpinskij, bearbeitet von Petra Reichel

Original-Text aus dem Buch „Das Sowjetland“, Band 3, aus dem Jahre 1947, Original-Autor W.A. Karpinskij