Das Ministerium der Finanzen (MdF) war ein Organ des Ministerrats der DDR für die Planung, Bilanzierung und Abrechnung der Staatsfinanzen. Von April 1990 bis zur Annexion der DDR durch die BRD im Oktober 1990 hatte es die Bezeichnung „Ministerium für Finanzen und Preise“.[1] Das Ministerium der Finanzen residierte bis 1959 im Haus am Werderschen Markt. Mit dem Einzug des Zentralkomitees der SED verlegte das Ministerium seinen Sitz in das Haus der Ministerien in der Leipziger Straße 5–7. Die Vorgängerinstitutionen waren von 1945 bis 1948 die Deutsche Zentralverwaltung der Finanzen und von 1948 bis 1949 die DWK (Deutsche Wirtschaftskommission), Hauptverwaltung Finanzen.
Lenkungs- und Kontrollfunktion im Wirtschaftsablauf
Vorbereitung und Durchführung internationaler Zahlungs- und Finanzabkommen
Leitung der Finanzrevision für staatliche Einrichtungen und Wirtschaftsbetriebe
Erarbeitung von Rechtsvorschriften für
Versicherungswesen (Staatliche Versicherung der DDR)
Besteuerung
Stellenplanwesen
Aufkommen und Verwendung vonEdelmetallen
Verwaltung und Nutzung von Volkseigentum
Das Ministerium war als Organ des Ministerrates zuständig für die Planung, Bilanzierung und Abrechnung der Staatsfinanzen, die Leitung und Planung des Staatshaushaltes, die Vorbereitung der Finanzgesetzgebung, die Vorbereitung und Umsetzung internationaler Zahlungs- und Finanzabkommen, die Mitarbeit in den Organen des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW), die Leitung der Staatlichen Finanzrevision (SFR), die Erarbeitung von Rechtsvorschriften, die Besteuerung, das Stellenplanwesen, für Aufkommen und Verwendung von Edelmetallen sowie für die Verwaltung und Nutzung von Volkseigentum. Es hatte Lenkungs- und Kontrollfunktionen im Wirtschaftsablauf der DDR-Wirtschaft inne. Das MdF erarbeitete die Finanzbilanz des Staates und war zuständig für den Valutadienstleistungsplan.
Seit 1965 setzte das Ministerium dafür auf Computertechnik, vor allem zur Berechnung des Staatshaushaltes und der Durchführung der Industriepreisreform. Damit war es neben anderen Ministerien ein früher Computeranwender in der breitflächigen Anwendung von EDV in der DDR. 1970 wurden die Rechenzentren des Ministeriums als VEB Datenverarbeitung der Finanzorgane ausgegliedert.[2]
Die Handelsorganisation (HO) war ein in der juristischen Form des Volkseigentums geführtes staatliches Einzelhandelsunternehmen in der SBZ, weitergeführt in der DDR bis zu ihrer Auflösung nach der Konterrevolution. Der Handel umfasste alle privaten Bereiche des Lebens – von Lebensmitteln bis zu Haushaltswaren.
Die HO wurde 1948 auf Weisung der DWK in sowjetischen Sektor von Berlin gegründet. Nach kurzer Vorbereitungszeit eröffnete die Organisation am 15. November 1948 im damaligen Bezirk Friedrichshain in der Frankfurter Allee am U-Bahnhof Samariterstraße ein Geschäft für Textilien und Schuhe.[1] Schuhe ohne Bezugsschein kosteten 120 bis 300 DM (Das war vor Gründung der DDR. Daher gab es damals auch im Osten die DM.), Herrenanzüge bis zu 630 DM bei einem durchschnittlichen Monatslohn eines Industriearbeiters von 200 DM. Am 16. November eröffnete ein Süßwarenladen in der Neuen Königstraße. Eine Tafel Schokolade kostete hier 20 DM.[2] Die in der HO angebotenen Lebensmittel konnten ohne Abgabe von Lebensmittelmarken erworben werden. Dafür waren die Preise anfänglich durchschnittlich doppelt so teuer, aber in allen Geschäften waren sie stets gleich hoch.[3] Zugleich eröffneten weitere 28 HO-Läden und 21 HO-Gaststätten, auch außerhalb von Berlin.[4]
Bereits ein knappes Jahr später, am 1. April 1949 erhöhte sich die Zahl der HO-Verkaufseinrichtungen sprunghaft: mit dem SMAD-Befehl 124 wurden bis dahin treuhänderisch verwaltete Läden zu HO-Filialen umgewandelt. In den kleinen Städten und Dörfern etablierten sich fliegende HO-Läden, Privathändler konnten mit der HO Kommissionsverträge abschließen (Ähnlich wie Kleinhändler in der BRD sich großen Handelsketten angeschlossen haben.).[4] Mit den Gewinnen begann die HO, auch Neubauten zu errichten.
Bald senkte die HO ihre Preise schrittweise, im April 1950 sogar um bis zu 30 Prozent.[4]
Am 22. Februar 1949 verabschiedete die Volkskammer der SBZ das Gesetz „Zur Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung“, welches die juristischen und finanziellen Grundlagen für die HO regelte. Die Organisation erhielt ein Grundkapital von 50 Millionen Ostmark und nahm ihren Hauptsitz in Potsdam. Erster Geschäftsführer der staatlichen Verkaufseinrichtung wurde Paul Baender.[4]
Die Zahl der Verkaufseinrichtungen erhöhte sich schnell: so erwirtschafteten 2.300 HO-Läden im Jahr 1950 schon zirka 26 Prozent des Einzelhandelsumsatzes der DDR. Bis 1960 hatten sich 35.000 Geschäfte etabliert, die einen Umsatzanteil von über 37 Prozent erreichten. Den weitaus größeren Teil des Umsatzes erzielten die Verkaufseinrichtungen desKonsum. Da diesegenossenschaftlichgeführt wurden und kein Staatsbetrieb waren wie die HO, wurde besonders in den Anfangsjahren der DDR von Regierungsseite versucht, die HO zu bevorteilen. Trotzdem etablierten sich beide parallel in der Alltagswelt der DDR. Das kam auch in dem Nebeneinander in fast allen Neubaugebieten der Großstädte zum Ausdruck.
Auch neue Verkaufsformen fanden zuerst Einzug in ein HO-Lebensmittelgeschäft inBerlin-Weißensee,Klement-Gottwald-Allee: eineSelbstbedienungseinrichtungeröffnete hier am 13. Dezember 1956.[5]
Die Handelsorganisation war gegliedert in die Bereiche Industriewaren, Lebensmittel,Gaststätten, Warenhäuser und Hotels. In den 1960er Jahren entstand die Tochtergesellschaft derCentrum Warenhäuser, die in vielenBezirksstädtender DDR ihre Einkaufszentren unterhielten. Für den gehobenen Bedarf wurden ab 1962 dieExquisit-Lädenauf Beschluss des Ministerrates der DDR geschaffen und 1966 durch dieDelikatlädenergänzt. Die Einzelhandelsgeschäfte und Warenhäuser der HO existierten neben denen derKonsum-Kette.
Eine Besonderheit stellte die HO für dieWismutdar, die sich speziell in den Uranbergbaugebieten der DDR etablierte und ein besseres Warensortiment bei günstigeren Preisen bot. Hinzu kamen thematisch ausgerichtete Verkaufseinrichtungen wie das 1961 in Leipzig eröffneteHO-Schachzentrum, das vorwiegendSchachartikelverkaufte. Sogar der damalige Weltmeister,Bobby Fischergehörte zu seinen Kunden.[6]
Eine weitere Besonderheit war der HO-Spezialhandel, der hochwertige Waren, auch aus Import oder Gestattungsproduktion, führte und dessen Verkaufseinrichtungen nur für besondere Personenkreise offenstanden. Für die Belegschaft des Spezialhandels gab es intern „Dresdner Ware“ genannte hochwertige Warenkontingente insbesondere aus dem Nahrungsmittelbereich, die zu normalen Preisen (nicht Delikatpreise) verkauft wurden. Der Spezialhandel belieferte auch die „Speztorg“-Läden.(„Russenmagazin“) Die Verkaufseinrichtungen im Bereich der NVA wurden unter dem Kürzel MHO (Militär-Handelsorganisation) geführt. Ab 1987 firmierte der Spezialhandel unter VEB Spezialhandel Taucha.[6]
Bis zur Neustrukturierung der IFA (Industrieverband Fahrzeugzeugbau) im Jahr 1968 wurden auch Fahrzeuge und deren Ersatzteile für den Privatgebrauch von der HO vertrieben. Ab 1968 erfolgte dieser Verkauf über spezielle Fachgeschäfte, die direkt der IFA angegliedert waren. (Na ja, damit war das so eine Sache in der DDR. Auf ein Auto musste man viele Jahre warten. Autoteile suchte man meist vergeblich. P.R.)
Die Handelsorganisation betrieb auch Hotels und Gaststätten in allen Bezirken der DDR.
Das Zentrale Handelsunternehmen „konsument“ (ZU Konsument) war eine Warenhauskette und unterstand dem Verband der Konsumgenossenschaften der DDR.[1]Nach Centrum war sie die zweitgrößte Warenhauskette des Landes.
Das ZU Konsument wurde mit Wirkung zum 1. Januar 1965 durch den Verband deutscher Konsumgenossenschaften eG (VDK) gegründet. Gebildet wurde die Warenhauskette aus größeren, zuvor als „Konsum“ betriebenen Kaufhäusern, da sich die regionalen Konsumgenossenschaften eher auf den Kernbereich, der Grundversorgung mit Lebensmitteln konzentrieren wollten. Insgesamt waren bis 1966 elf Kaufhäuser der neuen Kette unterstellt, tatsächlich im Corporate Design (Erscheinungsbild) des neuen Unternehmens jedoch erst nur vier. Flaggschiff der Kette war das 1966 umgebaute und von 8000 auf 11.500 m² Verkaufsfläche erweiterte, im Volksmund „Blechbüchse“ genannte Warenhaus am Brühl in Leipzig, das sich von 1947 bis 1964 im Besitz der Konsumgenossenschaft Leipzig befand. 83 Prozent seiner Waren bezog Konsument direkt von den Herstellern. Ab 1972 führte die Kette Wühltische nach westlichem Vorbild ein. 1988 betrieb die Kette 13 Warenhäuser und war ebenso groß wie das Pendant Centrum der Handelsorganisation (HO).
Zentralbild Kluge 23.8.1968 Leipzig: Das „konsument“-Warenhaus am Leipziger Brühl öffnete am 22.8.1968 nach zweijähriger Bauzeit -es wurde in großem Umfang rekonstruiert und erweitert- wieder seine Pforten. In dem viergeschossigen Warenhaus, dem größten der DDR, ist das Warensortiment in sieben Bedarfskomplexe gegliedert nach modernsten Handelsmethoden auf einer Verkaufsfläche von 11000 qm zusammengestellt.
ADN-ZB Deutsche Demokratische Republik 3.8.1972 cu Cottbus: Im Dienste des Kunden steht dieses Warenhaus, die modernste Einkaufsstätte für die Cottbuser Bevölkerung. Reporter: Schutt Copyright: ADN-Zentralbild
Nach 1990 wurde vom Verband der Konsumgenossenschaften der DDR (VdK) und der Horten AG das Joint Venture „Horten-konsument“ gegründet, beide Gesellschafter hatten jeweils 50 Prozent der Anteile.[2]Die Warenhäuser wurden von der neuen Horten-Konsument Warenhaus GmbH fortgeführt. Den 50-prozentigen Anteil des VdK eG verkaufte dieser nach der Übernahme von Horten durch Kaufhof im Jahr 1994 an Kaufhof.[3] Ausschlaggebend waren wirtschaftliche Gründe, beispielsweise hatte der Gesellschafter VdK eG keinen Einfluss auf den Einkauf, trug aber das wirtschaftliche (Verlust-)Ergebnis mit.[4] Mit der Fusion der Muttergesellschaft mit der Kaufhof AG wechselten viele Gebäude abermals den Namen. Nicht zu allen Warenhäusern konnte durch den Gesellschafter VdK eG, der Eigentümer der Gebäude war und blieb, Volleigentum hergestellt werden. Dort, wo es gelang, wurden die Warenhäuser (neben der eigentlichen Beteiligung, resp. Gesellschafteranteilen) ebenfalls an die Kaufhof Warenhaus AG verkauft. So etwa in Cottbus, Plauen und Gera. In Leipzig gelang dies nicht. Hier wurde durch den VdK eG als Gebäudeeigentümer und durch eine jüdische Erbengemeinschaft als Eigentümerin von Grund und Boden der Standort gemeinsam an Hertie/Karstadt verkauft.[5] Die Filiale in Leipzig wurde später so ein Provisorium der Karstadt Warenhaus AG, die das Gebäude bis Oktober 2006 nutzte. Andere Standorte, wie etwa in Cottbus, werden heute noch vom Kaufhof betrieben. Das Kaufhaus am Berliner Anton-Saefkow-Platz befand sich bis zum Jahr 2009 im Besitz der Zentralkonsum eG (Gebäudeeigentümer) und war an die Kaufhof AG verpachtet. Nach deren Auszug wurde es im Jahr 2009 gemeinsam mit dem Bund und dem Land Berlin (Grundstückseigentümer) an eine Investorengruppe verkauft.
Entnommen aus Wikipedia, bearbeitet von Petra Reichel
Centrum war eine Warenhauskette und Tochtergesellschaft der Handelsorganisation HO der DDR. Die Warenhäuser befanden sich in Ober- und Mittelzentren der DDR und waren zumeist größer als die Konsument-Kaufhäuser der Konsum-Genossenschaft.
Viele während des Bestehens der DDR errichtete Gebäude besaßen als gemeinsames Merkmal rasterartig ornamentierte Metallfassaden, die sich stilistisch an Hortenkacheln orientierten.
Die ersten Centrum Warenhäuser entstanden in bereits bestehenden Kaufhausbauten, so in Chemnitz in den ehemaligen Kaufhäusern Schocken (bereits 1965) und Tietz und in Görlitz im HO-Warenhaus. In Dresden wurde der zum Altmarkt mit einem Eckbau ergänzte 1950er Bau an der Ernst-Thälmann-Straße (heute Wilsdruffer Straße) zum Centrum-Warenhaus umfirmiert.
Im August 1965 erfolgte der erste Spatenstich zur Errichtung des ersten Warenhausneubaus der VVW Centrum in Montagebauweise der DDR in der Neustadt von Hoyerswerda (am heutigen Lausitzer Platz).[1]
Centrum Warenhaus Hoyerswerda auf einer Briefmarke der Deutschen Post der DDR, 1969
Weitere Neubauten wie beispielsweise das „alte“ Centrum am Altmarkt in Dresden entstanden im damals vorherrschenden Stil des Sozialistischen Klassizismus. (Baustil aus der Stalin-Zeit)
Teile der Kelleranlagen bei den Neubauten wurden als Zivilschutzraum für die Mitarbeiter angelegt, so im Centrum Warenhaus Suhl und Berlin (Anton-Saefkow-Platz).
Ab 1970 wurden Kaufhausneubauten im Stil der Klassischen Moderne geplant, die z. B. in Berlin am Alexanderplatz, in Dresden an der Prager Straße und in Magdeburg, Breiter Weg mit einer neuartigen Fassade aus Aluminiumelementen errichtet wurden. Dabei wurden auch Konstruktionen aus Stahlbeton verwendet, wie z. B. an statische Lastverläufe angepasste Decken (Dresden). Der Entwurf der Aluminiumfassade des Suhler Centrum stammte von Fritz Kühn. Das größte und modernste Centrum Warenhaus eröffnete im Jahr 1979 am Berliner Ostbahnhof.
Nach 1990 wurden die damals betriebenen 14 Centrum Warenhäuser durch Entscheidung der Treuhandanstalt unter den westdeutschen Kaufhausketten aufgeteilt: Karstadt sollte 6, Kaufhof 5 und Hertie 3 Standorte übernehmen.
Nach der Konterrevolution wurden die meisten Centrum Warenhäuser von Kaufhof, Karstadt und Hertie übernommen und werden in der Mehrzahl bis heute weiter betrieben. Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Karstadt-Konzerns traf die Konzernleitung die Entscheidung, eine Reihe von Häusern (z. B. Halle (Saale), Hoyerswerda – April 2007) zu schließen.
Wie die Nachfolger weiterverfuhren, gebe ich (P.R.) hier nicht wieder. Ich will ja den Einzelhandel der DDR vorstellen und nicht was nach dem Ende der DDR getrieben wurde. Wen’s interessiert, kann die Details auf Wikipedia nachlesen. Diese Art Kaufhäuser ist heute weniger gefragt und heutige Kaufhauskonzerne, wie z.B. Kaufhof sind in der Krise. Heute gibt es die Fachmärkte auf der „grünen Wiese“. In der DDR war die Wiese tatsächlich grün, denn da waren keine Geschäfte, bzw. diese Art von Geschäften gab es nicht in der DDR.
Am Ende noch ein paar Beispiel-Bilder, wie die Centrum-Warenhäuser direkt nach der Konterrevolution aussahen.
Fassade des ehemaligen Centrum-Kaufhauses Dresden, Prager Straße, nach der Konterrevolution
Die Werbung an dem abgebildeten Kaufhaus in Magdeburg im Jahre 1991 spiegelt den Zeitgeist nach dem Sieg der Konterrevolution wider. Das es mit „Schwung“ und „Zukunft“ nicht so weit her war, wissen wir heute. P.R.
Ein interessanter Link zum Gebäude des Centrum Warenhauses in Dresden. Wie bei so vielem aus der DDR, musste auch hier die Erinnerung getilgt werden. Das Gebäude wurde 2007 abgerissen.
Als Kaufhalle wurden in der DDR größere, räumlich nicht unterteilte eingeschossige Selbstbedienungsläden bezeichnet, in denen überwiegend Lebensmittel und sogenannte Waren des täglichen Bedarfs (WtB) wie Drogerieartikel und Reinigungsmittel angeboten wurden. In der BRD hießen ähnliche Einzelhandelsgeschäfte zumeist Supermarkt; es gab allerdings eine verbreitete Kette namens „Kaufhalle“, deren Geschäfte jedoch keine Supermärkte, sondern kleine Kaufhäuser waren.
Der Begriff hat sich in der Umgangssprache der neuen Bundesländer als allgemeinsprachliche Bezeichnung für ein größeres Lebensmittelgeschäft ohne Unterscheidung zwischen Discounter und Supermarkt gehalten. Die Kaufhalle der DDR kann man als Mischform aus Supermarkt und Discounter sehen.
Käsetheke in der Kaufhalle Pappelallee, Berlin 1976
Kaufhallen gab es überwiegend in Städten, sie wurden von der staatlichen Handelsorganisation, kurz HO (als Volkseigentum), oder der Konsumgenossenschaft (als genossenschaftliches Eigentum) betrieben. Wer auf dem Lande wohnte, ging zum Einkaufen zumeist in den Dorfkonsum. Die Konsumläden führten ein den Kaufhallen ähnliches, jedoch kleineres Sortiment und wurden von der Konsumgenossenschaft (ebenso als genossenschaftliches Eigentum) betrieben. Da es für alle Waren einheitliche feste Verkaufspreise gab, spielte sich zwischen verschiedenen Läden keine Preiskonkurrenz ab. Das Sortiment konnte allerdings je nach Engagement des Verkaufsstellenleiters unterschiedlich sein.
Kaufhalle Krien, Kreis Anklam, in den 1970er Jahren
Secondhand-Läden gab es auch in der DDR. Sie waren ein wichtiger Zweig des Einzelhandels in der DDR. Dieser ist nicht auf Wikipedia vertreten. Dafür gibt es aber einen historischen SPIEGEL-Artikel aus dem Jahre 1984. Leider nicht als Original-SPIEGEL-Kopie aus dem damaligen Heft. Einiges ist Unsinn. Nun ja, DER SPIEGEL eben. Der hat noch nie ein gutes Haar an der DDR gelassen. Weder damals, noch heute im Rückblick.
Nun zum Beitrag:
Um die Mangelwirtschaft bei wichtigen Konsumgütern abzumildern und gleichzeitig Rohstoffe und Produktionsmittel zu sparen, förderte die Regierung der DDR den Handel mit Waren aus zweiter Hand.
So entstanden bis zum Ende des Fünfjahrplanes 1985 in allen Kreisen der DDR „A & V“ (An- und Verkauf) -Läden.
Aus Mangel an Lager- und Verkaufsflächenkapazitäten, wurden gebrauchte Kleidung oder Haushaltsgeräte auch unter freiem Himmel verkauft, wo etwa in der Naumburger Fußgängerzone, auf dem Rathausmarkt in Eisenach oder auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin/DDR.
Sperrige Güter, wie etwa Möble und Kinderwagen, oder empfindliche technische Geräte, wie Stereoanlagen oder Kühlschränke, waren dagegen nur in speziellen „A & V“-Geschäften erhältlich.
Wie überall auf der Welt im legalen Handel, kassierte auch in der DDR der Staat mit. Hier waren es nicht nur Steuern, sondern der Staat war Zwischenhändler und kassierte 20 Prozent des Verkaufspreises. Es gab aber auch privat geführte „A & V“-Geschäfte.
DER SPIEGEL schreibt in seinem Text, dass es lange Wartezeiten gab, weil es an Personal mangelte, das die angebotenen Waren schätzte. Laut SPIEGEL mussten einige wieder mit vollen Taschen heimkehren, da sie nicht mehr drankamen. Die damalige „Berliner Zeitung“ wird zitiert, wo diese langen Wartezeiten kritisiert wurden. Nun ja das mag punktuell so gewesen sein. In Dresden habe ich (P.R.) nicht so lange Wartezeiten kennengelernt. In einem privat geführten „A & V“-Geschäft mussten die Leute zum Kaufen lange anstehen, aber zum Verkauf konnte man durch einen Seiteneingang in einen Nebenraum des Geschäftes gelangen, wo die Waren geschätzt, angenommen und das Geld ausgezahlt wurde.
DER SPIEGEL schreibt von benachteiligten berufstätigen Kunden und behauptet, dass samstags in der DDR viele Geschäfte geschlossen hatten und nur nach Feierabend einkaufen konnten. Laut SPIEGEL führten die „A & V“-Geschäfte einen langen Samstag ein. (Nun ja, ich erinnere mich, dass das Centrum-Warenhaus in Berlin montags geschlossen hatte. P.R.)
Die „A & V“-Geschäfte nahmen gerne neue Westware an, insbesondere technische Geräte, wie z.B. Taschenrechner und Radios. So hatten DDR-Bürgerinnen und -Bürger die Möglichkeit an Westware zu gelangen, die keine Möglichkeit hatten an Westgeld zu kommen. Bürgerinnen und Bürger der DDR freuten sich, wenn sie von ihren Westverwandten (-Bekannten) so ein technisches Gerät als Geschenk bekamen. Sie gaben das in einem „A & V“-Geschäft zum Verkauf ab und erhielten eine Menge DDR-Geld. Das konnte auf dem Sparbuch oder im Sparschwein deponiert werden. Der Besuch aus dem Westen hatte diese Dinge günstig in seinem Heimatort erworben. So war das für alle eine „Win Win-Situation“, wie man das heute nennt.
Manche bevorzugten ein technisches Gerät aus DDR-Produktion, denn sie dachten auch an die Reparatur. Bei Geräten aus DDR-Produktion konnte diese vor Ort erfolgen. Für Geräte aus westlicher Produktion war eine Fachwerkstatt weit weg. Man musste kilometerweit fahren um die Sachen hinzubringen und wieder abholen. Bei großen Fernsehern und Stereo-Anlagen war das umständlich.
Exquisit-Läden waren Bekleidungsgeschäfte in der DDR mit einem – verglichen mit den normalen HO– und Konsum-Läden – hochpreisigen Angebot von Bekleidung (eigene Filialen für Damen-, Herren-, Jugendmode, Schuhe) dazu Kosmetika und Accessoires. Analog dazu gab es noch die Delikatläden mit hochwertigen Genuss- und Lebensmitteln.
Die Exquisit-Läden wurden seit 1962 auf Beschluss des Ministerrates geschaffen und 1966 durch die Delikatläden ergänzt.[1] Beide Handelsketten der Handelsorganisation sollten den „gehobenen Bedarf“ abdecken. Die Bürgerinnen und Bürger der DDR sollten die Möglichkeit haben, auch ohne Westgeld Luxusartikel bzw. westliche Lizenzartikel der Gestattungsproduktion zu erwerben. Damit sollte auch das aufgrund des Mangels stetig anwachsende Geldvermögen der Bevölkerung abgeschöpft werden.
Die Preise wurden nicht allein vom Hersteller selbst bestimmt; auch eine Kommission, bestehend aus Verkäufern und Filialleitern, hatte Mitspracherecht.
Bei der Exquisitware achtete man sehr auf Qualität. Es gab allein 30 Modedesigner, die für jede Saison eine Kollektion entwarfen und zur Leipziger Messe vorstellten. Die Stückzahlen waren klein: Von einem Modell entstanden im Durchschnitt nur 300 Stück. Die Mustermodelle wurden strengen Tests auf Tragfähigkeit, Sitz und Passform unterworfen, bevor sie ans Band gingen. Die dafür verwendeten Stoffe kamen mehrheitlich aus westlichen Ländern wie Österreich, Italien, Frankreich und Japan. Es wurde ein eher klassischer Stil bevorzugt, keine kurzlebige Modeware.
Selbst für Geschäfte der hohen Preisklasse waren Plastiktüten die Ausnahme. Eigentlich gab es in der DDR keine Plastiktüten in den Geschäften.
Man kann die Exquisitläden mit teuren Boutiquen in der BRD u.a. westlichen Ländern vergleichen. Normalbürgerinnen und -bürger konnten sich die angebotene Ware, von Ausnahmen abgesehen, finanziell nicht leisten.
Nach der Konterrevolution wurden die Exquisit-Betriebe, wie andere Geschäfte und Betriebe plattgemacht. Es überlebten nur die Kreativen (Designer/Modeschöpfer) des Unternehmens, die nun an Kunsthochschulen lehrten oder/und als Designer in Modefirmen oder Gründer eigener Marken. Die Ladengeschäfte in überwiegend sehr guten Innenstadtlagen der Bezirksstädte wurden schnell von westdeutschen Einzelhandelsketten übernommen.
Russenmagazin (von russ.: магазин = Laden, Geschäft) war in der DDR die umgangssprachliche Bezeichnung für Verkaufseinrichtungen der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland, die für deren Armeeangehörige und deren Familien bestimmt waren. Diese Läden des Militärhandelsunternehmens „Wojentorg“ befanden sich meist in größeren Garnisonsstädten, oft auf dem Kasernengelände und waren auch für DDR-Bürger zugänglich[1], die als Kunden dort Lebensmittel und Gebrauchsgüter, oft sowjetischen Fabrikats, für DDR-Mark kaufen konnten.
Russenmagazin in Leipzig im Jahr 1950 – Die Aufschrift ЦЕНТРАЛЬНЫЙ УНИВЕРМАГ bedeutet zentrales Kaufhaus und enthält auch den Stern der Roten Armee.
Bis zum Abzug der sowjetischen Truppen wurden dort vom sowjetischen Verkaufspersonal die Preise oft noch mit dem Stschjoty zusammengerechnet, einer russischen Variante des Abakus für den Alltagsgebrauch. Dies geschah selbst dann, wenn moderne Kassen zur Verfügung standen.
Neben den „Wojentorg“-Läden gab es in der Nähe sowjetischer Kasernen auch die mit deutschen Verkäuferinnen besetzten „Speztorg“-Läden des HO-Spezialhandels. Seit 1987 firmierte der Spezialhandel unter VEB Spezialhandel Taucha.
Intershop war eine Einzelhandelskette in der DDR, deren Waren nur mit konvertierbaren Währungen, später auch mit Forumschecks, jedoch nicht mit Mark der DDR bezahlt werden konnten. Ein unvermeidbarer Nebeneffekt war, dass der normale DDR-Bürger dadurch einen begrenzten Einblick in das Warenangebot des Westens bekam. Vorläufer-Namen für den „Intershop“ waren nach Angaben des Historikers Matthias Judt „Transitlager“ und „Internationaler Basar“.[1]
Am 14. Dezember 1962 wurde in der DDR die staatliche Handelsorganisation „Intershop GmbH“ von Vertretern der Mitropa und der Deutschen Genussmittel GmbH gegründet.[2] Diese sollte die in der DDR im Umlauf befindlichen frei konvertierbaren Währungen (Devisen, Valuta) abschöpfen. Zielgruppe waren anfangs Transitreisende und Besucher aus dem westlichen Ausland. Die ersten noch mobilen Verkaufsstände wurden in Berlin/DDR im Bahnhof Friedrichstraße eingesetzt. Hier wurden hauptsächlich Zigaretten zu einem wesentlich günstigeren Preis als in Westberlin verkauft. Nach und nach kamen Alkoholika und andere Waren hinzu. 1962 wurden eine Million DM umgesetzt.
Anfangs wurde der Intershophandel von der Mitropa organisiert. Mit der Einrichtung der ersten Interhotels wurde dort ein sogenannter „Zimmerservice“ eingeführt. Dieser war meist in einem Hotelzimmer untergebracht und sollte an Ort und Stelle zum Ausgeben von Valutawährungen animieren. Nach und nach wuchsen diese Geschäfte.
Später wurden Intershops an Grenzübergangsstellen, auf Rastplätzen an den Transitstrecken zwischen der BRD und Westberlin (Inter-Tank) und auf Bahnhöfen, Flug- und Fährhäfen eingerichtet. Bezahlt werden konnte mit jeder frei konvertierbaren Währung, vor allem mit Westmark (DM). Das Sortiment umfasste Nahrungsmittel, Alkoholika, Tabakwaren, Kleidung, Spielwaren, Schmuck, Kosmetika, technische Geräte, Tonträger und vieles mehr. Diese Produkte gab es in der DDR für die offizielle Währung Mark der DDR gar nicht oder nur vereinzelt zu kaufen, obwohl der größte Teil des Warenangebots im Rahmen der Gestattungsproduktion in der DDR für Westfirmen produziert wurde. Für die Versorgung der Intershop-Läden mit Waren war die zum Bereich Kommerzielle Koordinierung gehörende „forum Außenhandelsgesellschaft mbH“ mit 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zuständig.
Bis 1974 war es Bürgern der DDR offiziell verboten, Valuta zu besitzen (Westgeld). Durch Erlass des Ministerrates der DDR wurde dieses Verbot aufgehoben und auch DDR-Bürgerinnen und -Bürger durften seitdem in den meisten Intershops einkaufen.[3] Die an Autobahnraststätten gelegenen sogenannten „Transitshops“ – teilweise mit Selbstbedienung – waren jedoch nach wie vor nur für Reisende aus dem „Nichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet“ zugänglich, weshalb an den Eingängen die Reisedokumente vorgezeigt werden mussten. Zudem bestand das Angebot aus zollfreien Waren (Zigaretten, Spirituosen, Kaffee und Parfum) sowie Markenkleidung, Uhren und Schmuck. Die Verkaufspreise für diese Waren lagen deutlich unter dem Preisniveau in der BRD und Westberlin, während die Intershop-Preise für die Waren, die vor allem von DDR-Bürgern gefragt waren, relativ hoch waren. DDR-Bürger konnten die Mark der DDR nicht legal gegen Valutawährung eintauschen. Legal waren nur Valutageschenke von Verwandten aus dem westlichen Ausland oder Arbeitsentgelt für Tätigkeiten im westlichen Ausland, das anteilig in Valuta ausgezahlt wurde. 1974 gab es 271 Intershops. Da dies ein ideologisches Problem darstelle, nahm der Staatsratsvorsitzende Erich Honecker 1977 zu den Intershops Stellung:
„Diese Läden sind selbstverständlich kein ständiger Begleiter des Sozialismus. Wir können aber nicht an der Tatsache vorbeigehen, dass besonders der große Besucherstrom viel mehr Devisen unter die Leute bringt, als das früher der Fall war. Bekanntlich kommen zu uns im Jahr etwa 9,5 Millionen Gäste aus kapitalistischen Ländern, die bei uns essen, zum großen Teil übernachten und selbstverständlich auch Geld in den Taschen haben. Durch die Intershop-Läden haben wir die Möglichkeit geschaffen, dass diese Devisen bei uns im Lande bleiben.“
Am 1. Januar 1977 wurde die forum HG gegründet, ein zentral geleitetes Organ, das den Valutahandel in der DDR koordinierte. LeiterKommerzielle Koordinierung (KoKo) im Ministerium für Außenhandel war Alexander Schalck-Golodkowski, zu dessen Aufgaben auch die Verwaltung des Intershop-Handels und damit auch die forum gehörten.
Am 16. April 1979 wurde die forum HG in der DDR öffentlich wahrnehmbar mit ihren kleinen, bunten Papierstreifen, die wie Spielgeld aus dem Kaufmannsladen aussahen – die sogenannten „Mark-Wertschecks der forum Handelsgesellschaft mbH“: Ab diesem Tag mussten DDR-Bürger, um weiterhin im Intershop einkaufen zu können, Valuta zuvor bei der Staatsbank der DDR in dieses bald Forumschecks genannte, DDR-interne Zahlungsmittel umtauschen.[4] Nicht-DDR-Bürger zahlten weiterhin in Valuta. Eine Forumscheck-Mark entsprach einer D-Mark, die kleinste Stückelung waren 50 Forumscheck-Pfennig. Kleinere Beträge wurden bei Zahlung mit Forumschecks meist in Form von Schokoladentäfelchen oder Lutschern à 10 Pfennig erstattet. Der Grund für die Einführung der Forumschecks: Die DDR-Staatsführung kam auf diese Weise früher an die Valuta-Währungen, denn die Forumschecks wurden selten noch am selben Tag, oft auch erst Wochen oder Monate später in den Intershop-Läden eingelöst. Kurz und gut, die Bürgerinnen und Bürger der DDR konnten getrost die Forumschecks unter der Matratze oder im Sparschwein lagern, aber mit den Devisen konnte der Staat, bzw. die Staatsbank, arbeiten.
In den 1980er Jahren gab es 380 Filialen, der Umsatz ging in die Milliarden. Seit 1962 wurden in der DDR die zuletzt 300 Filialen vonExquisit (für hochwertige Bekleidung/Schuhe/Kosmetika) und seit 1976 550 Geschäfte von Delikat (für hochwertige Nahrungsmittel/Feinkost) aufgebaut. Sie ermöglichten auch Bürgern der DDR ohne Westgeld den Zugang zu hochwertigen Waren, um Kaufkraft abzuschöpfen. 1988 waren es 416 Shops.
Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) überwachte die Intershops sehr stark. Oft arbeiteten Angehörige von MfS-Mitarbeitern oder -Funktionären im Verkauf. Teilweise wurden auch Überwachungskameras eingesetzt; anfangs wurden sogar die Pässe kontrolliert. Auch der Warentransport war gut gesichert. Trotzdem kam es zu zahlreichen Diebstählen. Die in Wikipedia erwähnten bewaffneten Raubüberfälle halte ich (P.R.) für eine Übertreibung. Hätten diese tatsächlich stattgefunden, wäre das in der westlichen Asphaltpresse u.a. Medien breitgetreten worden. Dass durch das Personal, einschließlich Filialleiterinnen und -leiter Diebstähle begangen wurden ist allerdings wahrscheinlich, denn die Westwaren und auch das Westgeld war in der DDR sehr begehrt. Für die Ermittlungen in solchen Fällen war nicht nur die Volkspolizei, sondern auch das MfS zuständig. Daher wurden die Löhne für das Personal der Intershops seit den 1980er Jahren teilweise in Westgeld ausgezahlt. Trinkgelder (z.B. in Transitgaststätten) mussten nach festen Regeln abgeführt werden.
Nach den Steuergesetzen der BRD war der steuerfreie Einkauf in Intershops für Bürgerinnen und Bürger der BRD und Westberlins nur dann legal, wenn sie in die DDR eingereist waren. Kunden des Intershops auf dem U-Bahnhof Friedrichstraße, der vom Westberliner U-Bahn-Netz aus ohne Grenzübergang zugänglich war, wurden deshalb vielfach bei der Rückkehr auf Westberliner Gebiet von West-Zollbeamten angehalten und mussten die nicht gezahlte Umsatzsteuer nachzahlen.
Intershop des Bahnhofs Friedrichstraße, nur von Westberlin aus zugänglich
Mit Einführung der Forum-Schecks 1979 sank der Umsatz im Intershop auf 774 Millionen D-Mark (1978: 896 Millionen D-Mark).[6] Ab 1985 wurde jährlich mehr als eine Milliarde D-Mark umgesetzt. Zum Vergleich: Die DDR-Auslandsschulden betrugen am Ende der 1980er Jahre 26,5 Milliarden US-Dollar – dieser Summe standen eigene Guthaben und Forderungen von 15,7 Milliarden US-Dollar gegenüber. Einen beträchtlichen Anteil davon erwirtschaftete das KoKo-Imperium unter Leitung von Alexander Schalck-Golodkowski, zu dem auch die Intershop-Ladenkette gehörte.[1]