Peter Grimm

Ein später bekannter Konterrevolutionär war auch Mitglied der Gruppe „Die Wühlmaus“.

Peter Grimm wurde am 24. März 1965 in Berlin geboren.

Peter Grimm (1990)
Bildquelle: Von Bundesarchiv, Bild 183-1990-0105-315 / Uhlemann, Thomas / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5424984

Peter Grimm wuchs in Berlin-Friedrichshagen auf. Sein Vater ist Diplom-Ökonom, seine Mutter Diplom-Vermessungsingenieurin. Er wurde kurz vor dem Abitur von der Erweiterten Oberschule (EOS) unter dem Vorwurf ausgeschlossen, seine „moralisch-charakterlichen Grundlagen“ erfüllten die Anforderungen nicht. Grimm hatte unter anderem 1982 an der Beerdigung von Robert Havemann teilgenommen. Seitdem steht er in Kontakt zu Werner Fischer und Ralf Hirsch.

Das MfS versuchte ihn anzuwerben, doch Peter Grimm lehnte 1983 entschieden ab.

Nachdem er neun Tage vor dem Abitur die EOS verlassen musste, verrichtete er anschließend Hilfstätigkeiten im Transformatorenwerk Oberspree, um nicht wegen „asozialen Verhaltens“ (§ 249 StGB der DDR) verurteilt zu werden. Im selben Jahr beteiligte er sich an der Gründung eines Friedenskreises in der Bekenntniskirche in Berlin-Treptow und wurde Mitglied des „Friedenskreises Wühlmaus“.[1]   Aus dieser Gruppierung ging die Laienspielgruppe hervor. Wikipedia nennt diese Gruppe nun „Friedenskreis Wühlmaus“.

1985 war er Mitherausgeber eines Protestbriefes anlässlich des Internationalen Jahres der Jugend, im Juli unterzeichnete er einen offenen Brief an die Teilnehmer der XII. Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Moskau. Er war einer der Sprecher des Vorbereitungskreises eines Menschenrechtsseminars in der Bekenntnisgemeinde, das von der Leitung der Berlin-Brandenburgischen Evangelischen Kirche verboten wurde. Na, da gab es doch einige vernünftige Kirchenleute.

Am 24. November 1985 wurde in der Wohnung von Wolfgang Templin aus der Vorbereitungsgruppe des Menschenrechtsseminars die „Initiative Frieden und Menschenrechte“ gegründet. Grimm zählte zu den Gründern „Initiative Frieden und Menschenrechte“ (IFM) in Berlin/DDR und war einer ihrer ersten Sprecher.[2]   Diese Organisationen hatten alle so wohlklingende Namen, doch sie waren konterrevolutionäre Organisationen.

Peter Grimm war auch an der Herausgabe der illegalen Zeitschrift „Grenzfall“ beteiligt.

Nun erfolgte der Zusammenschluss mit konterrevolutionären Gruppierungen aus den anderen sozialistischen Ländern, die eine gemeinsame Erklärung herausgaben. Weitere Details des konterrevolutionären Treibens lasse ich hier aus. Wer Interesse hat, kann das aus Wikipedia entnehmen.

Im Oktober 1989 Schloss sich Peter Grimm während der Konterrevolution in der DDR der neugegründeten sozialdemokratischen Partei in der DDR, der SDP an, der er bis 1990 angehörte.

In den Jahren 1990/1991 arbeitete er als Redakteur der Zeitung „die andere“ in Berlin. Ab November 1990 bis März 1991 war Grimm als Pressesprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im ersten bürgerlich gewählten Landtag der nun neuen Bundesländer, dem Sächsischen Landtag tätig.

Danach arbeitet er bei verschiedenen Fernseh-Produktionsfirmen. Seit Herbst 1995 ist Peter Grimm freier Autor und Journalist, drehte Dokumentarfilme über konterrevolutionäres Treiben in der DDR, war Filmproduzent bei Tangens-TV. Zwischenzeitlich war er von 2007 bis 2012 Redakteur der Zeitschrift Horch & Guck“. Daneben veröffentlicht er regelmäßig in dem Weblog Achse des Guten“.[4] Seit 1998 engagierte er sich im Archiv der „Initiative Frieden und Menschenrechte Sachsen e.V.“ (IFM-Archiv Sachsen) im Vorstand sowie in der Forschungsarbeit.

Im Jahre 2011 erschien im AVANT-Verlag eine Comic-Adaption der Geschichte über Peter Grimm als Konterrevolutionär und den „Grenzfall“. Dies wurde von der „Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur“ gefördert, also aus Steuergeldern finanziert. Dieses Schriftgut soll als Unterrichtsmaterial für die Schulen eingesetzt werden, also der Volksverdummung dienen.

Entnommen Wikipedia, bearbeitet von Petra Reichel