Aufgaben für die Gruppenarbeit

Thema „Zersetzung

Entnommen aus Das Bundesarchiv – Stasiunterlagen-Archiv

 

 

Gruppe 1

Stellen Sie das Ziel der Treptower Friedensgruppe und die strafrechtliche Beurteilung der Gruppe durch das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) gegenüber (S. 6-8). Vergleichen Sie die Perspektiven.

Überlegen und erörtern Sie, warum SED und Stasi die Bildung unabhängiger Gruppen und Vereinigungen unter allen Umständen verhindern wollten.

 

Gruppe 2

Ausreisewillige DDR-Bürgerinnen und -Bürger hatten kaum Chancen, in den Westen zu kommen. Wenn sie einen Ausreiseantrag stellten, mussten sie meistens jahrelang und unter Schikanen auf eine Entscheidung warten.

Erklären Sie warum der Mitbegründer des Laienkabaretts, Gerd Buchheim, relativ schnell mit seiner Familie die DDR verlassen durfte (S. 14-15).

Diskutieren Sie die Frage, warum die Stasi die aufwändige Methode der „Zersetzung“ zur Auflösung des Laienkabaretts anwendete und die Jugendlichen nicht ins Gefängnis warf. Sammeln Sie Argumente, die dafür und dagegen sprachen.

 

Gruppe 3

Obwohl der Leiter des Laienkabaretts, Benn Roolf, im Frühjahr 1986 weit entfernt von Berlin zum Wehrdienst bei der Nationalen Volksarmee (NVA) einberufen worden war, ließ das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) ihn weiterhin überwachen. Erörtern Sie die Gründe. Welches Verhältnis von Stasi und NVA wurde hier sichtbar?

DDR-Bürger, die sich einer Einberufung zum Wehrdienst entzogen, mussten normalerweise mit Verhaftung und einer längeren Haftstrafe rechnen. Versuchen Sie eine Erklärung dafür zu finden, warum die Stasi Matthias Lydicke davor bewahrte (S. 42-44).

 

Gruppe 4

Zur Beobachtung und Kontrolle oppositioneller Aktivitäten setzte das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) sehr viele Informanten ein: Inoffizielle Mitarbeiter, die entweder in Gruppen eingeschleust wurden oder Gruppenmitglieder, die zur Zusammenarbeit bewegt wurden. Welche Gründe könnte es für Menschen geben, mit dem MfS zusammengearbeitet zu haben?

Zur „vorbeugenden Verhinderung“ von Straftaten waren IM nützlich, die das MfS bereits über Pläne und Absichten informieren konnten. Bewerten Sie in einer Pro- und Contra-Rede, ob diese Spitzeldienste immer sinnvoll, angemessen und gerechtfertigt sind. Beziehen Sie den vorliegenden Fall in Ihre Überlegungen ein.

 

Die Seitennummern beziehen sich auf die Original-Broschüre. (entnommen vom Bundesarchiv-Stasi-Unterlagenarchiv)

Original-Aufgaben aus der Broschüre

Original-Broschüre

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