Die Zeitschrift „Grenzfall“

Die Zeitschrift „Grenzfall“ kam ab 1986 in Berlin/DDR illegal heraus.  Herausgeber waren spätere Konterrevolutionäre.

Die illegale Zeitschrift „Grenzfall“ zeigt schon mit dem Titelbild der ersten Nummer ihre Zielsetzung: Grenz-Fall im Sinne von Mauer-Fall oder Zerstörung der Staatsgrenze der DDR. Nun ja, das Ziel ist schließlich erreicht worden. Rainer Dietrich war als IM des MfS unter den Herausgebern. Allerdings konnte er nichts ausrichten. Möglicherweise haben die verantwortlichen Stellen seine Berichte zwar entgegengenommen und abgeheftet, aber den bitteren Ernst der Lage nicht erkannt.

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Die Zeitschrift wurde 1986 bis 1987 illegal in Berlin/DDR herausgegeben. Die ersten beiden Ausgaben in einer Auflage von ca. 50 Exemplaren auf Fotopapier hergestellt, erreichten die mit Ormig-Hektografie vervielfältigten 800 Exemplare, aber erst durch die Vervielfältigungstechnik mit Wachs-Matrize konnten die Auflagen von über 1000 Exemplaren hergestellt werden. Gedruckt wurde in wechselnden Wohnungen und in der Umwelt-Bibliothek in der Zionskirchengemeinde, wo auch die „Umweltblätter“ erschienen sind.

Weitere Mitarbeiter und Unterstützer waren unter anderem Bärbel Bohley und Gerd Poppe. In der Nacht vom 24. Auf den 25. November 1987 wurde in der „Aktion Falle“ vom MfS die Umwelt-Bibliothek durchsucht, sieben Mitarbeiter der Umwelt-Bibliothek wurden verhaftet.

Dank der Macht der BRD-Medien, die in die DDR hineinstrahlten sowie Mahnwachen und Solidaritätsbekundungen in der DDR erlangte die Zeitschrift eine größere Bekanntheit und die Verhafteten kamen frei. Eine erste Niederlage der DDR.

In dieser Situation hätte Joachim Herrmann als Medienchef der DDR abgelöst werden müssen. Ein neuer Medienchef, bzw. -chefin hätte die Medienlandschaft der DDR umgestalten müssen. Eine Gegenmacht gegenüber den Westmedien hätte geschaffen werden müssen. Da wäre noch eine Chance gewesen die DDR zu schützen. Stattdessen hat man aufgegeben.

2011 erschien im Advant-Verlag eine Comic-Adaption der Geschichte von Peter Grimm als Konterrevolutionär und des „Grenzfalls“, die mit den Mitteln der „Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur“ gefördert wurde, also letztendlich aus Steuergeldern finanziert. Dieses Schriftgut soll als Unterrichtsmaterial in der Schule eingesetzt werden, also der Volksverdummung dienen.

Ein großes Online-Versandhaus bietet den Nachdruck aller in der DDR erschienen Ausgaben an. Ist aber „derzeit nicht verfügbar“. Tatsächlich alle ausverkauft?

Entnommen Wikipedia, bearbeitet von Petra Reichel

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