Warum hat die Sowjetunion im Vaterländischen Kriege gesiegt?

Nachdem Hitlerdeutschland viele Jahre lang Kräfte gesammelt hatte, überfiel es tückisch und wortbrüchig das Sowjetland, das mit friedlicher Aufbauarbeit beschäftigt war. Die ganze Wucht ihrer Kriegsmaschine, die in vielen Jahrzehnten geschaffen wurde, sowie der Armeen ihrer Vasallen und die Kapazität fast des gesamten Europas setzte die räuberische deutsche Regierung gegen die Sowjetunion ein. Das Sowjetland musste allein den Ansturm des Feindes standhalten, der stärker war als derjenige, gegen den im ersten Weltkrieg sechs Großmächte kämpften und den zu zerschmettern es vier Jahre gemeinsamer Anstrengungen bedurft hatte.

Die Rote Armee hielt dem wütenden Ansturm der deutsch-faschistischen Armeen stand und brachte deren Vorrücken in den Weiten des Sowjetlandes zum Stillstand. Die Sowjetkrieger haben dem Gegner eine Niederlage bereitet, eine gewaltige Menge Menschen und Material des Gegners aufgerieben und das gesamte Sowjetland von den Eindringlingen gesäubert; sie sind in das Territorium Deutschlands eingerückt, haben gemeinsam mit den Alliierten die deutsch-faschistische Armee restlos zerschmettert und das Siegesbanner über Berlin gehisst. Die Rote Armee zerschmetterte die Verbündeten Deutschlands, die danach ihre Waffen gegen ihren ehemaligen Gebieter richteten. Die Sowjettruppen führten gemeinsam mit den anglo-amerikanischen Alliierten den vernichtenden Schlag gegen Japan. Die heldenmütige Sowjetische Armee war für die ganze Welt – die Befreiungsarmee. Die gesamte fortschrittliche Menschheit zollt ihr Achtung und Anerkennung.

Was hat sie zu diesem gigantischen Befreiungskampf beseelt? Was hat diesen beispiellosen Erfolg des Sowjetvolkes in seinem Zweikampf gegen einen tückischen und starken Feind vorausbestimmt?

1.Die sowjetische Gesellschaftsordnung hat dem Sowjetland und seinen Völkern eine große, unüberwindliche Kraft verliehen.

Durch die Große Sozialistische Oktoberrevolution wurde die Ausbeuterordnung beseitigt und eine neue Ordnung, die fortschrittlichste der Welt – die Sowjetordnung geschaffen. Nur im Sowjetland hatten die werktätigen Massen, die ihre eigene Macht, eine Volksmacht geschaffen hatten, tatsächlich die Freiheit errungen und führten ein glückliches Leben. Zum ersten Mal in der Geschichte begann der Mensch für sich selbst, für die Gemeinschaft und nicht für die Ausbeuter zu arbeiten. Die Gesellschaftsordnung der Sowjetunion erwies sich als weit fortschrittlicher als die der fortgeschrittensten demokratischen Länder der Welt.

Die Sowjetmacht hatte das Land in eine Großmacht verwandelt. Unter Anspannung aller Kräfte wurde vom Sowjetvolk eine leistungsfähige Industrie geschaffen. Nach der Durchführung der Stalinistischen Fünfjahrpläne besaß das Land Industriezweige, die es im zaristischen Russland überhaupt nicht gegeben hatte: Werkbankbau, Traktoren- und Mähdrescherbau, Flugzeug- und Panzerindustrie. Die Sowjetmacht beseitigte die jahrhundertealte industrielle Rückständigkeit des Landes, unter der das Volk so gelitten hatte. Das Sowjetvolk vermochte während des Großen Vaterländischen Krieges seine Armee mit erstklassigem, modernem Kriegsmaterial mehr als reichlich auszustatten.

Auch für die Landwirtschaft erschlossen sich während der Sowjetzeit außerordentliche Möglichkeiten. Auf der Grundlage der Industrialisierung des Landes schuf die Sowjetmacht die kollektive Großlandwirtschaft, die eine reibungslose Versorgung der Armee und der Bevölkerung mit Lebensmitteln und der Industrie mit landwirtschaftlichen Rohstoffen gewährleistete.

In den Stalinschen Planjahrfünften vollzog sich eine wahre Kulturrevolution im Lande. Das Analphabetentum wurde restlos liquidiert und die allgemeine Schulpflicht eingeführt. Das wichtigste Ergebnis der im Lande durchgeführten Kulturrevolution war die Entstehung der Sowjetintelligenz, was auch für die weitere Stärkung der Streitkräfte der UdSSR von enormer Bedeutung war.

Auch die militärische Rückständigkeit des Landes gehört der Vergangenheit an. Die Werktätigen der Sowjetunion sorgten, nachdem sie die Macht in ihre Hände genommen hatten, für eine zuverlässige Verteidigung des Vaterlandes. Die Erfahrung der Geschichte lehrt, dass die Aufstellung einer Armee langjährige Arbeit sowie Anstrengungen ganzer Generationen erfordert. Die Sowjetmacht löste jedoch diese Aufgabe in kürzester Frist. In weniger als einem Vierteljahrhundert wuchs und erstarkte die mächtige Rote Armee, die sich als fähig erwies, die deutsch-faschistische Kriegsmaschine zu zerschmettern.

So entfesselte die Sowjetmacht den Schöpfergeist der Millionenmassen, organisierte und lenkte deren Anstrengungen und beseitigte in kürzester Frist die Ursachen für die Schwäche Russlands – seine politische, wirtschaftliche, kulturelle und militärische Rückständigkeit. Die ganze Kraft und Stärke der sowjetischen Gesellschaftsordnung offenbarte sich anschaulich während des Großen Vaterländischen Krieges. „Der Krieg hat gezeigt“, sagte J.W. Stalin, „dass die sowjetische Gesellschaftsordnung eine wahrhafte Volksordnung ist, die aus dem Schoße des Volkes emporgewachsen ist und seine machtvolle Unterstützung genießt, dass die sowjetische Gesellschaftsordnung eine durchaus lebensfähige und stabile Form der Gesellschaft ist.“

Kein Land der Welt hätte es vermocht, eine solche kolossale Anspannung an der Front und in der Heimat auszuhalten, wie sie der Sowjetunion zugemutet wurde. Die Sowjetunion hat jedoch nicht nur alle Prüfungen bestanden, sondern wurde mit jedem Kriegsmonat immer stärker.

Nachdem sie in der ersten Kriegsperiode die Industriebezirke einiger südlicher Gebiete – das Donezbecken, das Erzgebiet von Kriwoj Rog und die Ukrainischen Riesenwerke – eingebüßt hatte, ließ die Sowjetindustrie in ihrem Tempo nicht nach, wie das die deutsch-faschistischen Eindringlinge hofften. Von dem Gefühl des lebensspendenden sowjetischen Patriotismus beflügelt, erreichte die Arbeiterklasse der UdSSR unter Anspannung aller Kräfte eine starke Produktionssteigerung. Die Arbeiterklasse stellte sich die Aufgabe, die Front mit allem Notwendigen zu versorgen, um den Feind zu besiegen. Und diese Aufgabe wurde von ihr ehrenvoll erfüllt.

Ein hohes Pflichtbewusstsein in Bezug auf die Interessen des gesamten Volkes legte auch die Kollektivbauernschaft an den Tag. Im alten Russland war – genau so wie in allen anderen kapitalistischen Staaten – ein solcher patriotischer Schwung, wie der, von dem die Kollektivbauern der Sowjetunion erfasst wurden, etwas Unbekanntes. Die Kollektivbauern erfüllten nicht nur die Pläne zur Versorgung der Armee und des Hinterlandes, sondern geben über den Plan hinaus Millionen von Tonnen Getreide und Milliarden von Rubeln aus ihren Ersparnissen für die Verteidigung des Staates. „Das“, sagte J.W. Stalin, „ist ein Ausdruck der Kraft und Lebensfähigkeit der Kollektivwirtschaftsordnung, des Patriotismus der Kollektivbauernschaft.“

Auch die Sowjetintelligenz marschierte mit den Arbeitern und Kollektivbauern im gleichen Schritt. Durch ihre unermüdliche schöpferische Arbeit trug sie zum Sieg des Volkes bei.

Die gesamte fortschrittliche Menschheit neigte sich vor dem Arbeitsheroismus des Sowjetvolkes wie vor einem Wunder. Aber die Völker der Sowjetunion sich dessen bewusst, dass ihre Erfolge keine Wunder, sondern gesetzmäßige Ergebnisse einer aufopfernden Arbeit, der weisen Politik der kommunistischen Partei und der genialen Stalinschen Führung waren.

Der Krieg hatte die ganze Überlegenheit der sowjetischen Gesellschaftsordnung über jede andere Gesellschaftsordnung gezeigt.

„Jetzt handelt es sich darum“, sagte J.W. Stalin, „dass die sowjetische Gesellschaftsordnung sich als lebensfähiger und stabiler erwiesen hat als die nichtsowjetische Gesellschaftsordnung, dass die sowjetische Gesellschaftsordnung eine bessere Organisationsform der Gesellschaft ist als jegliche nichtsowjetische Gesellschaftsordnung.“

2. Die sowjetische Staatsordnung brachte der Sowjetunion den Sieg über den Feind.

Die Geschichte kennt nicht wenig Versuche, einen Vielvölkerstaat zu bilden. Die meisten von ihnen wurden mit Waffengewalt geschaffen und zerfielen unter den Schlägen des Schwertes.

In der UdSSR wurde zum ersten Male in der Weltgeschichte ein Vielvölkerstaat geschaffen, der sich auf dem Wege einer einträchtigen, gelichberechtigten Teilnahme an der Aufbauarbeit aller Völker entwickelt. Die damals unzerstörbare Stalinsche Freundschaft der Völker der UdSSR war bei der Erringung des Sieges von außerordentlicher Bedeutung. Mit dem russischen Volk an der Spitze und zusammen mit ihm kämpften Ukrainer und Bjelorussen (Heute undenkbar und es will niemand daran erinnern und erinnert werden. P.R.), Georgier und Armenier, Usbeken und Tadshiken – alle Völker der riesigen Sowjetunion (Die 1990 zerfallen ist. P.R.). Viele von ihnen haben früher an Kriegen nicht teilgenommen und verfügten über keine Kampferfahrung, weil die zaristische Regierung es fürchtete, ihnen Waffen in die Hände zu geben. Jetzt aber vollbrachten die Söhne dieser Völker auf den Schlachtfeldern Wunder an Tapferkeit. Aus ihrer Mitte gingen Helden der Sowjetunion hervor, wuchsen Kommandeure und Generale heran.

Die Freundschaft der Sowjetvölker wurde zu einer gewaltigen Kraft. Auf einem Sechstel des Erdballs, das von vielen Völkern und Nationalitäten, die ihren Gebräuchen und Sitten, ihrem Kulturniveau und ihren Traditionen nach verschieden sind, bevölkert ist, wuchs das einheitliche Sowjetvolk heran, das sich eng um die Partei von Lenin und Stalin zusammenschloss (…und 1990 all das zerfallen ist. P.R.).

Ander Spitze der damals festzusammengeschweißten Völkerfamilie stand das große russische Volk.

Beim Empfang im Kreml zu Ehren der Befehlshaber der Truppen der Roten Armee am 24. Mai 1945 brachte J.W. Stalin einen Trinkspruch auf das Wohl des russischen Volkes aus, „..weil es die hervorragendste Nation unter allen zur Sowjetunion gehörenden Nationen ist“.

Im Laufe seiner reichen Geschichte – im Kampf gegen die rauhe Natur, im erbitterten Ringen gegen die Feinde innerhalb und außerhalb des Landes – hatte sich das russische Volk die bemerkenswerten Eigenschaften erworben: klaren Verstand, standhaften Charakter und Geduld, sagte J.W. Stalin.

Das russische Volk hat seine Existenz im jahrhundertelangen schweren Kampf gegen äußere Feinde ertrotzt. Es fing den Schlag der mongolischen Eroberer auf und bewahrte damit Europa vor dem Joch. Es brachte die Expansion der deutschen Ritter nach dem Osten zum Stehen. Es vernichtete die Heere Napoleons – eines Anwärters auf die Weltherrschaft. Das russische Volk brachte eine Reihe glänzender Feldherren hervor: den Schöpfer der regulären Armee und Flotte – Peter I., den begabten Militärführer und Organisator der Armee – Rumjanzew, das russische Feldherrngenie Suworow und den Besieger Napoleons Kutusow.

Im Kampf gegen die Feinde der Werktätigen brachte das russische Volk solche Giganten des revolutionären Denkens wie Belinskij, Dobroljubow, Tschernyschewskij und den Pionier des Marxismus in Russland, Plechanow, hervor. Das russische Volk schenkte der Welt das größte Genie unserer Epoche, den Begründer des Sowjetstaates, Lenin. Die Arbeiter Russlands schufen die große Partei Lenins-Stalins, die die Werktätigen aller Völker Russlands zum Kampf gegen die volksfeindliche Regierung führte und einen völligen Sieg errang.  Die Literatur und Wissenschaft des russischen Volkes haben die Kultur aller Völker des Landes und der Welt befruchtet und – ihrerseits durch die Kultur der Völker Russlands und die Weltkultur bereichert – der Menschheit die großen Gelehrten und Schriftsteller Lomonossow und Mendelejw, Metschinkow und Pawlow, Puschkin und Lermontow, Tolstoi und Gorki sowie viele andere geschenkt.

Die ganze Fülle seiner Talente stellte das russische Volk während des Großen Vaterländischen Krieges unter Beweis. Beim Empfang zu Ehren der Befehlshaber der Truppen der Roten Armee sagte J.W. Stalin: „Ich bringe einen Toast auf das Wohl des russischen Volkes aus, weil es sich in diesem Kriege die allgemeine Anerkennung als die führende Kraft der Sowjetunion unter allen Völkern unseres Landes verdient hat.“

Das russische Volk hat sich mit Recht an die Spitze aller Völker der UdSSR gestellt. „Von Russland, dem großen, auf ewig verbündet, Steht machtvoll der Volksrepubliken Bastion.“ So heißt die Staatshymne der Sowjetunion. Die Melodie, mit einem anderen Text, ist wieder die Hymne des heutigen Russlands. Sie wurde von Wladimir Putin im Jahre 2000 wieder eingeführt. siehe Wikipedia

3. Im Vaterländischen Kriege haben die sowjetischen Streitkräfte gesiegt.

„Der Krieg hat gezeigt“, sagte J.W. Stalin, „dass die Rote Armee kein ‚Koloss auf tönernen Füßen‘ ist, sondern eine erstklassige Armee unserer Zeit, die eine durchaus moderne Bewaffnung, einen überaus erfahrenen Kommandobestand und hohe moralische und militärische Eigenschaften besitzt.“

Die Sowjetmacht hat die Armee mit vortrefflichem Kriegsmaterial versorgt. Die sowjetischen Panzer und Flugzeuge waren in ihrer Qualität den deutschen überlegen. Was die Menge an Waffen anbetrifft, so hat die Sowjetunion nach dem ersten Kriegsjahr, als die Verlagerung der Industrie nach dem Osten abgeschlossen war, auch in dieser Hinsicht ihren Gegner übertroffen.

Aber die Stärke der Sowjetischen Armee beruht nicht nur auf ihrer starken Kampftechnik. Natürlich spielen die Waffen in jedem Kriege eine gewaltige Rolle, und im modernen Kriege gewinnt die Ausrüstung der Armee mit Kriegsmaterial eine ganz besondere Bedeutung. Aber Kriegsmaterial allein bringt noch nicht den Sieg. Die Technik in den Händen eines Menschen, der nicht weiß, wofür er kämpft, ist keine vollwertige Waffe. Um alles aus ihr herauszuholen, was sie hergeben kann, muss der Krieger nicht nur die Technik selbst kennen und beherrschen, sondern auch wissen, wofür sie eingesetzt wird.

Die russischen Krieger waren stets für ihre Standhaftigkeit und ihre Kriegskunst bekannt. Sie haben viele ruhmreiche Seiten in die Geschichte ihres Volkes geschrieben. Die Feldzüge Suworows oder die Verteidigung von Sewastopol im Krimkrieg 1853-1856 werden für ewig unvergängliche Vorbilder der Tapferkeit der Armee bleiben. Aber damals trat selten der Fall ein, dass die Kriegsziele den Soldaten am Herzen lagen. Die alte russische Armee war ein Werkzeug der Gutsherren und der Bourgeoisie, ein Werkzeug für koloniale Versklavung vieler Völker des zaristischen Russlands. Sie stand im Dienst der zaristischen Raubpolitik. DA die russische Armee im Dienste einer fremden Sache und fremder Interessen stand, waren ihre gigantischen Kräfte gefesselt. Es war den fortschrittlichen Menschen des Landes und vor allem der Partei Lenins-Stalins klar, dass nur die sozialistische Revolution den mächtigen Geist des Volkes befreien und es seiner Armee möglich machen konnte, im Kampf um das Vaterland beispiellosen Mut an den Tag zu legen. Die große sozialistische Revolution schuf eine neue Armee und verwandelte sie aus einem Werkzeug zur Unterdrückung der Arbeiter und Bauern in ein Werkzeug zu deren Befreiung, in ein Bollwerk der Arbeiter und Bauernmacht, in ein Bollwerk der Unabhängigkeit der Völker des Sowjetlandes. Die Stärke der Sowjetischen Armee beruht gerade darauf, dass das vortreffliche Kriegsmaterial in den Händen des politisch bewussten Kämpfers liegt, der sich volle Rechenschaft darüber gibt, wofür er kämpft. Die Stärke der Roten Armee liegt darin, dass sie sich ihre Ziele bewusst und den Ideen Lenins und Stalins treu ergeben ist.

„Die Stärke der Roten Armee besteht vor allem darin“, sagte J.W. Stalin, „dass sie keinen Raubkrieg, keinen imperialistischen Krieg, sondern einen Vaterländischen Krieg, einen gerechten, einen Befreiungskrieg führt… Der deutsche Soldat hat kein erhabenes und edles Kriegsziel, das ich begeistern und auf das er stolz sein könnte. Und umgekehrt, jeder beliebige Kämpfer der Roten Armee kann mit Stolz sagen, dass er einen gerechten, einen Befreiungskrieg, einen Krieg für die Freiheit und Unabhängigkeit seines Vaterlandes führt. Die Rote Armee hat ihr edles und erhabenes Kriegsziel, das sie zu Heldentaten begeistert.  Dadurch ist eigentlich auch zu erklären, dass der Vaterländische Krieg bei uns Tausende von Helden und Heldinnen hervorbringt, die bereit sind, für die Freiheit ihrer Heimat in den Tod zu gehen.“

Bei ihrem siegreichen Kampf genoss die Sowjetische Armee eine uneingeschränkte Unterstützung der Volksmassen.  Ohne Unterstützung des Hinterlandes kann man nicht kämpfen, das Hinterland stellt Ersatz und schickt Munition und Verpflegung. Im alten Russland aber hat das Hinterland, wie in jedem Klassenstaat, die Front nicht unterstützt. Eine solche Unterstützung wurde bei gerechten, bei Vaterländischen Kriegen geleistet, wenn die Freiheit und nationale Unabhängigkeit des Landes bedroht war. Bei den weitaus meisten Kriegen, die vom Zarismus geführt wurden, besonders in den letzten anderthalb Jahrhunderten seines Bestehens, brachte das Volk seine Unzufriedenheit mit der zaristischen Eroberungspolitik zum Ausdruck, wie das beim Russisch-Japanischen Krieg oder im ersten Weltkrieg der Fall war.

Der Sieg der Oktoberrevolution hatte das Verhältnis zwischen Front und Hinterland grundlegend verändert. In der Sowjetunion waren Front und Hinterland eins. Alle Sowjetbürgerinnen und -bürger leisteten ihren Beitrag zum Sieg über die deutsch-faschistischen Eindringlinge.

Eine große Hilfe für die Rote Armee bedeutete der aufopfernde Kampf der sowjetischen Partisanen im Rücken der deutsch-faschistischen Truppen. In der Geschichte der Völker der Sowjetunion hat die Partisanenbewegung nicht selten eine große Rolle gespielt. Es genügt, auf die Operationen der Partisanen während des Vaterländischen Krieges im Jahre 1812 hinzuweisen. Eine besondere Bedeutung hatte der Partisanenkampf bei dem Befreiungskrieg des Sowjetvolkes gegen die deutschen, englischen, japanischen, französischen und amerikanischen Interventen sowie die russische Konterrevolution in den Jahren 1918-1920. Die Erfahrungen des Partisanenkampfes, die Traditionen dieser heroischen Vergangenheit waren der sowjetischen Epoche in Fleisch und Blut übergegangen.

Der aufopfernde Kampf der Partisanen im Rücken der deutsch-faschistischen Armeen hat in der Geschichte nicht seinesgleichen. Die sowjetischen Partisanen ließen den Faschisten weder bei Tag noch bei Nacht Ruhe und zwangen sie, Dutzende von Divisionen von der Front abzuziehen, um das Hinterland zu bewachen. Die Partisanen ließen den Faschisten weder bei Tag noch bei Nacht Ruhe und zwangen sie, Dutzende von Divisionen von der Front abzuziehen, um das Hinterland zu bewachen. Die Partisanen haben aber nicht nur deutsche Kräfte gefesselt und dadurch den Kampf der Roten Armee erleichtert, sondern auch aktiv an deren Operationen teilgenommen: sie halfen beim Überqueren der Wasserhindernisse, verteidigten Brückenköpfe, die sie dem Feind entrissen hatten, und griffen den Feind unerwartet im Rücken an. Die Volksrächer eröffneten gegen die deutschen Eindringlinge eine innere Front, was auf den gesamten Kriegsverlauf einen starken Einfluss hatte.

Die Siege der Roten Armee wurden dank der Sowjetischen Kriegskunst errungen. Die schweren Niederlagen der deutschen Armee demonstrierten anschaulich die Wirkungslosigkeit der nazistischen Strategie. Im Krieg siegte die Stalinsche Strategie, die auf einer wissenschaftlichen Grundlage aufgebaut ist. Jede der siegreichen Schlachten der Roten Armee wird unzweifelhaft Gegenstand eingehenden Studiums ganzer Generationen von Historikern und Historikerinnen sein. (Falls diese Historikerinnen und Historiker ehrlich sind. Ich denke das sie in Russland anders an die Sache herangehen, als in anderen Ländern. P.R.)

Die Rote Armee hat gesiegt, weil sie es gelernt hatte, den Feind so zu schlagen, wie das die moderne Kriegskunst erfordert. Die sowjetischen Krieger wurden zu Meistern ihres Fachs und die Kommandeure zu Meistern der Truppenführung. Es kann kein Zweifel darüber bestehen, dass nur die weise Strategie der Obersten Führung der Roten Armee, sowie die wenige Taktik der Truppenkommandeure -der Vollstrecker des Willens der Obersten Führung- zu den von den Streitkräften der Sowjetunion errungen historischen Siegen führen konnten und tatsächlich geführt haben. In ihren Reihen hatte die Rote Armee Heerführer neuen Typs, Feldherren der Stalinschen Kriegsschule- die Marschälle Wassilewskij, Konjew, Shukow, Rokossowskij, Woroschilow, Budjonnyj, Timoschenko, Goworow, Tolbuchin, Malinowskij, Merezkow, hervorragende Generale und Befehlshaber der Fronten Watutin, Tschernjachowskij, Jeremenko, Bagramjan und andere.

Den Gegner völlig zu zerschmettern, gelang der Roten Armee auch deshalb, weil die Sowjetunion im Kampf gegen Hitlerdeutschland nicht allein stand. Die richtige Außenpolitik der Sowjetregierung gewährleistete dem Sowjetvolk die Unterstützung der gesamten fortschrittlichen Menschheit. Der heroische Kampf des jugoslawischen, tschechoslowakischen, polnischen, französischen und anderer Völker Europas gegen die deutschen Okkupanten verschmolz mit dem Ringen der Sowjetvölker. Im Laufe des Krieges bildete und festigte sich die Anti-Hitler-Koalition, an deren Spitze die UdSSR, Großbritannien und die USA standen.

Die Sowjetunion erkämpfte den Sieg, weil die Partei von Lenin und Stalin, die Partei der Bolschewiki, die führende und lenkende Kraft, der organisierte Kern des Sowjetvolkes im Kampf gegen die faschistischen Eindringlinge war.

Die besten Kräfte der kommunistischen Partei wurden an die Front geschickt. Die Kommunisten kämpften in den ersten Reihen der Roten Armee. Sämtliche Kräfte der Partei waren darauf gerichtet, eine leistungsfähige Kriegswirtschaft zu schaffen und die Anstrengungen des Volkes zur Unterstützung der Front zusammenzufassen.

„In den Tagen des Vaterländischen Krieges“, sagte J.W. Stalin, „steht die Partei vor uns als der Inspirator und Organisator des allgemeinen Volkskampfes gegen die faschistischen Okkupanten. Durch die Organisationsarbeit der Partei wurden alle Anstrengungen der Sowjetmenschen ein eins zusammengefasst und auf das gemeinsame Zeil gelenkt, alle unsere Kräfte und Mittel der Zerschmetterung des Feindes dienstbar gemacht.“

Die Organisatoren des Kampfes der Sowjetarmee und des gesamten Sowjetvolkes gegen die faschistischen Eindringlinge waren die bedeutendsten Persönlichkeiten der kommunistischen Partei und des Sowjetstaates: Molotow, Kalinin, Woroschilow, Kaganowitsch, Shdanow, Andreje, Mikojan, Schtscherbakow, Berija, Malenkow, Chruschtschow, Schwernik, Wosnessenskij, Bulganin, Kossygin und andere. ( Na ja, was Chruschtschow angerichtet hat, ist hinlänglich bekannt. Chruschtschow gelang es sich bei Stalin einzuschleimern. So erkannte Stalin nicht, was Chruschtschow im Schilde führte.  Nach Stalins Tod und dem Machtantritt Chruschtschows wird Stalin verdammt. Das hat sich auch nach seiner Absetzung nicht geändert und besteht auch heute noch fort. Das Agieren von Chruschtschow war der erste Schritt ins AUS. Berija wird noch viel schlimmer verdammt, als Stalin. P.R.)

Die Sowjetunion hat gesiegt, weil sie von J.W. Stalin, dem Steuermann des Sowjetlandes und dem großen Strategen und Feldherrn zum Sieg geführt wurde. J.W. Stalin entwickelte einen genialen Plan, wie der Krieg zu führen und der Sieg zu erringen ist. Unter seiner Führung zerschmetterte die Sowjetarmee die faschistischen Eindringlinge bei Moskau, bereitete die Katastrophe bei Stalingrad vor, schlug den Gegner in der Schlacht bei Bjelggorod und Kursk. Die Sowjetarmee verwirklichte die Pläne Stalins, als sie den Sowjetboden von den faschistischen Eindringlingen säuberte und sie endgültig auf ihrem eigenen Territorium zerschmetterte.

Entnommen aus der Buchreihe „Das Sowjetland“, Band 4, aus dem Jahre 1947, Original-Autoren I.I. Minz, I.M. Rasgon und A.L. Sidorow, bearbeitet von Petra Reichel

Original-Text aus „Das Sowjetland“ aus dem Jahre 1947 , Band 4 

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